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Sperrung der Stromlieferung


25.10.2007 10:47 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren.

Am 7. Mai ging ich von Hartz4 direkt in einen Job über und für 4 Monate ins Ausland.
Ich bekam kurz vor der Abreise ein Schreiben der Stadtwerke das ich bis zum 11.05. einen Betrag von 637 Euro zahlen sollte sonst würde der Strom gesperrt.
Da ich ja nicht mehr anwesend war, habe ich meinem Bruder Geld überwiesen damit er den Betrag begleicht.
Ich habe dann hierüber keine weiteren Schreiben mehr von den Stadtwerken erhalten.
Noch abwesend kam ein Schreiben vom 03.07. mit der Aufforderung 296 Euro zu Zahlen.
Das Schreiben habe ich aber erst am 8. August im beisein meines Bruders gelesen und er meinte das alles bezahlt ist. Zudem war ja noch Strom da und kein, wie üblich, zweiter Brief mit der Sperrandrohung.
Ab dem 8. August war ich wieder Hartz4 empfänger da ich den Job den ich im Ausland gemacht hatte erst im November bei der Firma wieder aufnehmen kann.
Am 20.09. bekam ich wieder ein Schreiben über 143 Euro die gezahlt werden sollen. Da mir meine Bank meinen Überziehungskredit einfach gekündigt hatte und 250 Euro einbehielt, konnte ich den Abschlag nicht bezahlen und wollte ihn jetzt am 1. November leisten.
Gestern bekam ich dann den absoluten Schockbrief>
Ich soll 1.219 Euro bis zum 30.10. Zahlen oder der Strom wird gesperrt.
Bedeutet also lt. Schreiben das anscheinend auch die Beträge in meiner Auslandszeit nicht bezahlt worden sind.
Ich habe die Belege von meinem Bruder angefordert, aber ich habe irgendwie meine Zweifel ob ich diese bekomme.
Wenn mein Bruder alles bezahlt hat/hätte, dann wäre nur der Abschlag vom 10.09. fällig was ein Betrag von 143 Euro wären.
Was nun?

Ich fange am 01.11. meinen neuen Job an. Wenn mir der Strom abgestellt wird kann ich nicht mehr Arbeiten (Arbeite von zuhause aus).
Ich habe Nachtspeicherheizung was bedeutet das es sehr kalt werden würde.
Da ich als Hatz4 Emfänger nicht immer meinen Strom vernünftig Zahlen konnte, sehen mich die Stadtwerke als einen unangenehmen Kunden an was ich schonmal zu hören bekam.
Was kann ich tun?? Bin echt am Ende!

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegegeben Sachverhalts wie folgt:

Grundsätzlich ist der Stromanbieter bei Zahlungsrückständen berechtigt, den Stromsperre anzudrohen bzw. im Ergebnis bei Nichtzahlung durchzuführen.

Ein Sperrung des Stromanschlusses kommt aber dann nicht in Betracht, wenn der Kunde darlegt, dass die Folgen der Einstellung außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung stehen, und hinreichende Aussicht besteht, dass der Kunde seinen Verpflichtungen nachkommt.

Vorliegend ist entscheidend, ob Ihr Brunder tatsächlich die Rechnungen beglichen hat oder nicht. Hat er dies nicht getan, ist das Vorgehen des Stromkonzern grundsätzlich rechtmäßig.
Hat er die Rechnung allerdings bezahlt, sollten Sie dies unverzüglich anzeigen, da in diesem Fall die Forderung nicht berechtigt wäre.

Suchen Sie das Gespräch mit der Gegenseite. Ausgehend davon, dass bei Ihnen die Voraussetzungen für die Beratungshilfe vorliegen, können Sie bei Ihrem zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen, so dass gegen eine Pauschalgebühr von 10 € die Rechtsanwaltskosten erstattet werden. Ein Rechtsanwalt kann Ihnen hier bei Aufklärung der Sachlage, sowie mit einer möglichen Ratenzahlungsvereinbarung sehr hilfreich sein.

Im Rahmen dieser Online- Anfrage kann die Berechtigung der Forderung naturgemäß nicht abschließend beurteilt werden.


Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.10.2007 | 13:49

Erstmal vielen Dank für die Antwort.

Sie schreiben:
"Ein Sperrung des Stromanschlusses kommt aber dann nicht in Betracht, wenn der Kunde darlegt, dass die Folgen der Einstellung außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung stehen, und hinreichende Aussicht besteht, dass der Kunde seinen Verpflichtungen nachkommt."

Für mich nicht ganz verständlich was dieses in meiner Situation bedeutet oder was ich tun sollte.
Ich denke zudem das ein Gespräch bei den Stadtwerken nicht viel bringt (werde es trotzdem versuchen)und eine Beratungshilfe kaum in Frage kommt da die Sperrung in 3 Werktagen greift.
Kein Gericht der Welt ist so schnell und würde dieser Weg die Sperrung ersteinmal stoppen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.10.2007 | 13:56

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.
Die Rechtmäßigkeit der Stromsperrung ist nur dann nicht gegeben, sofern besondere schwere Umstände vorliegen, welche die Stromsprerrung als unverhältnismäßig erscheinen lassen würde.

Bei Ihnen sind hierfür leider keine ausreichende Gründe ersichtlich.
Insofern müssen Sie sich - sofern die Forderung tatsächlich nicht beglichen worden ist - mit den Stadtwerken einigen.

Wir brauchen hier nicht zwingend eine gerichtlichen Entscheidung, vielmehr kann der Rechtsanwalt in der Regel mehr bewegen als der Stromkunde selbst.


Mit freundlichen Grüßen

Günthner
Rechtsanwalt

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