Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sperrfrist beim Arbeitamt nach Elternzeit?

29.07.2008 09:25 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe, dass Sie mir meine Frage beantworten können:

Ich wohne derzeit noch in Hannover und arbeite in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis in Vollzeit. Da ich im 7. Monat schwanger bin, werde ich in den nächsten zwei Monaten mit meinem Freund in Wernigerode zusammenziehen. Er wohnt dort, allerdings in einer 2-Raum-Wohnung und wir ziehen dann dort in eine neue gemeinsame 3-Raum-Wohnung. Ich habe vor, wenn unser Kind geboren wird, ein Jahr in Elternzeit zu gehen. Dass ich danach jedoch nicht mehr in Hannover bei meinem jetzigen Arbeitgeber aufgrund der Entfernung (ca. 120 km) arbeiten werde, steht für mich jetzt schon fest.

Jetzt meine Frage:

Wie gehe ich die ganze Sache am besten an, damit ich nach dem einen Jahr Elternzeit keine Sperre beim Arbeitsamt bekomme?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Eine Sperrzeit nach § 144 SGB III wird vom Arbeitsamt verhängt, wenn den Arbeitnehmer an dem Eintritt der Arbeitslosigkeit eine Mitverantwortung trifft oder wenn er seine Vermittlungsmöglichkeiten erschwert.
Wenn Sie nun schriftlich Ihre Elternzeit bei Ihrem momentanen Arbeitgeber für ein Jahr beantragen und dann selbst das Arbeitsverhältnis kündigen, tritt grundsätzlich die genannte Sperrfrist ein.
Dies ändert sich auch nicht, wenn Sie mit Ihrem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag schließen, da Ihnen auch hier ein Mitwirken an der Auflösung des Arbeitsvertrages vorgeworfen werden kann.

Etwas anderes würde sich nur dadurch ergeben, wenn für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses ein wichtiger Grund vorliegen würde.
Dies ist der Fall, wenn Umstände gegeben sind, die eine Fortsetzung des Beschäftigungsverhältnisses für den Arbeitnehmer unzumutbar erscheinen lassen. Als wichtige Gründe kommt der Umzug zu einem nichtehelichen Lebenspartner in Betracht.
Ob ein solcher wichtiger Grund vorliegt ist eine Frage des Einzelfalls und kann nicht abschließend beurteilt werden.
Sie sollten dem Arbeitsamt vortragen, dass aufgrund der Geburt Ihres Kindes ein Umzug unumgänglich ist und zum Wohl des Kindes ein Zusammenzug mit dem Vater des Kindes erfolgen soll.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 29.07.2008 | 10:43

Erst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort. Also ist so, dass ich mich aus familiären Gründen entschieden habe, wieder nach Wernigerode zurückzuziehen. Das ist nunmal meine Heimat, unsere Familien leben auch alle dort. Es wäre ansonsten für uns auch möglich gewesen nach Hannover zu ziehen. Da mein Freund in Gifhorn arbeitet und er jeden Tag mit dem Auto fahren muss, wäre das von den km her für ihn gesehen, sogar günstiger gewesen...

Naja, also warte ich ab, was dann das Arbeitsamt zu mir sagt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.07.2008 | 13:36

Sehr geehrte Fragestellerin,

bitte beachten Sie, dass ein wichtiger Grund in der Regel nur dann vorliegt, wenn der Umzug zum Wohle des Kindes erfolgt. Es ist möglich, dass das Arbeitsamt die Argumentation, Wernigerode sei Ihre Heimat und Ihre Familie lebe da, nicht als wichtigen Grund in diesem Sinne anerkennt. Sie sollten vielmehr betonen, dass dadurch Ihr Familienleben und die Betreuung des Kindes besser gewährleistet sind.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70866 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Sehr kompetent , sachlich und schnell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gut Beratung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre sehr freundliche und kompetente Antwort. Ich weiß jetzt Bescheid und werde entsprechend handeln. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER