Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sperrfrist bei Eigenkündigung durch Umzug


17.01.2007 17:25 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexandros Kakridas



Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund der beruflichen Weiterentwicklung meines Mannes (Hauptverdiener), der sich bereits seit Jahresbeginn 750 km von unserem derzeitigen Wohnort aufhält und dort eine neue Stelle angetreten hat, möchte ich nach Ablauf seiner Probezeit meinen jetzigen Arbeitsplatz kündigen. Ich selbst befinde mich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis.
Das Arbeitsamt teilte mir auf Nachfrage mit, dass für mich eine Sperrzeit von drei Monaten eintreten wird, sollte ich die Stelle selbst kündigen. Mir wurde vorgeschlagen, mich kündigen zu lassen. Diesen Schritt möchte ich aufgrund eventuell dadurch zu erwartender beruflicher Nachteile natürlich nicht gehen. Gibt es eine Möglichkeit, trotzdem von Beginn das Arbeitslosengeld zu erhalten - also die Sperrfrist zu umgehen.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:


Das Arbeitsamt verhängt nach § 144 SGB III eine Sperrfrist, wenn den Arbeitnehmer an dem Eintritt der Arbeitslosigkeit eine Mitverantwortung trifft oder wenn er seine Vermittlungsmöglichkeiten erschwert.

Ich kann Sie aber beruhigen, nicht jede Beendigung des Arbeitsverhältnisses führt zu einer Sperrfrist.

Eine Sperrzeit kommt u.a. dann nicht in Betracht, wenn der Arbeitnehmer für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses einen wichtigen Grund darlegen kann. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn Umstände gegeben sind, die eine Fortsetzung des Beschäftigungsverhältnisses für den Arbeitnehmer unzumutbar erscheinen lassen.

Als wichtige Gründe kamen in der Vergangenheit beispielsweise Mobbing oder der Umzug zu einem nichtehelichen Lebenspartner in Frage.

Weiterhin liegt ein wichtiger Grund vor, wenn die Herstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft herbeigeführt werden soll.

Nach Ihren Angaben wohnt Ihr Ehemann 750 km von Ihrem derzeitigem Wohnort entfernt.

Da Sie kündigen, um zu Ihrem Ehemann zu ziehen, dürfte ein
ausreichender wichtiger Grund vorliegen.

In dem Fragebogen für den Antrag auf Arbeitslosengeld wird regelmäßig angefragt, ob ein wichtiger Grund für die Lösung des Arbeitsverhältnisses vorlag. Hier geben sie als Grund die Herstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft an.

Falls sie dennoch eine Sperrfrist erhalten sollten, rate ich ihnen einen Anwalt aufzusuchen und gegen die Sperrfrist vorzugehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Im Rahmen der Nachfragefunktion und der weiteren Vertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Alexandros Kakridas
- Rechtsanwalt –

Westerbachstraße 23 F
61476 Kronberg

Fon : 06173 – 70 29 06
Fax : 06173 – 70 28 94

www.recht-und-recht.de
kakridas@recht-und-recht.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER