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Sperrfrist Führerschein

16.05.2011 14:53 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,


es geht hier um § 315 Gefährdung des Straßenverkehrs. Ich hatte vor einem Monat einen Unfall. Bin gegen einen Baum gefahren und das Auto hat sich überschlagen. Die Polizei hatte einen Atemalkoholtest durchgeführt. Dieser ergab einen Wert von 1,17‰. Der Führerschein wurde sofort sichergestellt. Ich war noch in der Probezeit. Nun meine Frage: Wie kann ich den Führerschein am schnellsten wieder bekommen? Wie lange muss ich mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Bei einem festgestellten Promillewert ab 1,1 und dem insoweit drohenden Entzug der Fahrerlaubnis kann grundsätzlich eine Sperre für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis von 6 Monaten bis zu 5 Jahren gerichtlich verhängt werden. Gemäß § 69 a Abs. 5 S. 1 StGB beginnt die Sperrfrist mit der Rechtskraft des Urteils bzw. eines Strafbefehls zu laufen. Eine genauere Einschätzung hierzu sowie zu vorhandenen Verteidigungsmöglichkeiten kann allerdings erst nach erfolgter Akteneinsicht vorgenommen werden, weshalb Ihnen zu empfehlen ist, einen Rechtsanwalt mit Ihrer weiteren Verteidigung zu beauftragen. Grob geschätzt dürften Sie sich aber in etwa auf durchschnittlich 9 Monate Sperrzeit einrichten müssen.

Sofern Ihnen durch das Gericht die Fahrerlaubnis entsprechend entzogen werden würde, können Sie erst nach Ablauf der durch das Gericht festgesetzten Sperrfrist auf Antrag einen neuen Führerschein erhalten. Über diesen Antrag entscheidet dann die zuständige Führerscheinstelle. Die Führerscheinstelle wird dann voraussichtlich von Ihnen fordern, eine MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) durchzuführen, also ein entsprechendes Gutachten einzuholen, um Ihre weitere Geeignetheit zu überprüfen.

Um den Führerschein alsbald wiederzubekommen, empfiehlt es sich also, bereits den Zeitraum der Sperrfrist dergestalt zu nutzen, als dass eine Vorbereitung auf die MPU durchgeführt wird. Hierzu können und sollten Sie entsprechende Hilfsangebote von Verkehrspsychologen, Beratungsstellen oder Ärzten bzw. entsprechende Vorbereitungskurse in Anspruch nehmen. Ferner besteht in diesem Rahmen dann auch die Möglichkeit, Maßnahmen zur nachträglichen Sperrfristverkürzung, z.B. durch Teilnahme an einem TÜV-Seminar, durchzuführen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.05.2011 | 16:43

Sehr geehrter Herr Joschko,

vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

Wie würde der Fall aussehen, wenn der Promillewert unter 1,1 wäre? Würde es dann auch zu einer Sperrfrist kommen?


Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.05.2011 | 16:55

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage noch wie folgt:

Auch bei Promille-Werten unter 1,1 kann schon eine Sperrfrist verhängt werden. Maßgeblich hierfür ist gemäß §§ 69, 69 a StGB letztlich die Verurteilung wegen einer Straftat, dann ist dies sogar zwingende Folge (mindestens 6 Monate). Lediglich, sofern die Tat nur als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden würde, käme es in der Regel nur zur Anordnung eines kürzeren Fahrverbots ohne gerichtlich angeordnete Sperrzeit.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt

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