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Sperre von der Agentur für Arbeit bei Umzug zum Ehemann

| 22.04.2012 23:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich Anfang August zu meinem Ehemann nach Australien umziehe, habe ich meine Anstellung am 16.04.2012 (6 Wochen Kündigungsfrist zum Quartalsende) zum 30.06.2012 gekündigt. Im Juli wollte ich meine gemietete Wohnung räumen, den gesamten Haushalt auflösen und nach Australien versenden sowie meine ganzen Verpflichtungen in Deutschland (Versicherung, Bank, Rentenansprüche usw.) regeln. Ich habe bereits im November 2012 mit der Suche nach einer neuen Anstellung am neuen Wohnort begonnen (bisher ohne Erfolg, da mein Schwerpunkt fachlich einen sehr beschränkten Arbeitsgebiet umfasst - NPO, Beratung für behinderte Menschen). Meine Bemühungen sind zum Teil anhand von Bewerbungsschreiben nachweisbar,zum Teil habe ich Initiativbewerbungen telefonisch mit einzelnen Einrichtungen in Australien besprochen.

Bei der Arbeitslos-Meldung erhielt ich von der Agentur für Arbeit mündlich den Bescheid, dass ich auf jeden Fall mit einer Sperre rechnen muss, da ich auch z.B. zum Ende Juli oder zum Anfang August durch einen Auflösungsvertrag häte kündigen können. Meines Erachtens trifft diese Aussage so nicht zu, da ich einen wichtigen Grund für den Umzug hätte bzw. sich ein Umzug auf ein anderes Kontinent bei einer ganztägigen Berufstätigkeit nicht einfach so nebenbei bewältigen lässt. Könnten Sie mir bitte eine auf meinem Einzelfall bezogene konkrete Einschätzung geben, wie sich Rechtslage in meinem Fall verhält bzw. welche weiteren Argumente außer der Umzug gegen eine Sperre sprechen könnten?

Vielen Dank im Voraus.

23.04.2012 | 06:17

Antwort

von


(1318)
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33609 Bielefeld
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Guten Morgen,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Die Chancen, bis zu Ihrem Umzug nach Australien in Deutschland Arbeitslosengeld zu erhalten, sind gering.

Zum einen wird eine Sperrfrist verhängt, weil Sie das Arbeitsverhältnis zum 30.06.2012 selber gelöst haben in Kenntnis des Umstandes, danach kein Einkommen erzielen zu können. Gegen diese Sperrfrist können Sie lediglich argumentieren, dass der Arbeitgeber nicht bereit gewesen sei, zum 31.07.2012 einen Aufhebungsvertrag zu schließen. Dies müsste allerdings nachgewiesen werden. Wenn der Arbeitgeber einen solchen Aufhebungsvertrag verweigert, kann die Arbeitsagentur Sie natürlich nicht darauf verweisen.


Ein weiteres Problem wird allerdings sein, dass Sie nach Ihren eigenen Angaben im Juli nicht arbeitslos sind. Arbeitslos ist, wer arbeitssuchend ist, und dabei der (deutschen!) Vermittlungsagentur zur Verfügung steht, vgl. § 16 SGB III .

Nach Ihren Angaben suchen Sie aber für Juli 2012 keine Arbeit, zumindest nicht in Deutschland, sondern wollen diese Zeit für die Umzugsvorbereitungen nutzen.

Damit besteht kein Anspruch auf ALG I.

Sie werden daher diesen einen Monat anderweitig finanziell überbrücken müssen.


Mit freundlichen Grüßen



Rückfrage vom Fragesteller 24.04.2012 | 22:30

Sehr geehrter Herr Otto,

haben Sie vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe noch eine Verständnisfrage bzgl. der Meldung beim Arbeitsamt infolge meines Umzuges. Ich werde ab August möglicherweise einen Arbeitsvertrag in Australien bekommen. Arbeitslos habe ich mich vor allem nicht wegen der Leistung gemeldet, sondern weil ich gehört habe, dass ich meinen Anspruch auf Arbeitslosengeld verliere, wenn ich nicht zwischen der Beendigung meines deutschen Arbeitsvertrages und der Aufnahme eines ausländischen Arbeitsvertrages mindestens einen Tag arbeitslos gemeldet war. Ich zahle schon seit über 20 Jahren in die Arbeitslosenversicherung ein und habe nun Sorge, im Fall eines späteren Umzuges zurück nach Deutschland keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend machen zu können und damit möglicherweise in die Kategorie "Hartz IV" eingestuft werde.

War meine Meldung nun ein Fehler oder ist sie tatsächlich erforderlich, auch ohne den Anspruch auf Arbeitlosengeld bzw. hängt sie damit zusammen?

Mit freundlichen Grüßen



Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.04.2012 | 05:17

Die Arbeitslosmeldung war kein Fehler, nur der Anspruch auf Zahlung von ALG ist wahrscheinlich nicht gegeben.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 29.04.2012 | 09:39

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 29.04.2012
3/5,0

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