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Spende von Eltern

| 25.04.2010 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Über unseren Verein können Freiwillige einen Zivildienst-Ersatzdienst im Ausland machen (ADiA). Dieser dauert 11 Monate und ist in §14b ZDG geregelt.
Unser Vereinzweck ist die Förderung von Auslandsfreiwilligendiensten und die Förderung von interkulturellen Kompetenzen. Die Vermittlung und die Arbeit des Freiwilligen fällt somit in den ideellen Bereich des Vereines (wurde auch noch einmal vom Finanzamt bestätigt)

Um das ganze Finanzieren zu können, müssen die Freiwilligen einen Spenderkreis aus verschiedenen Personen aufbauen, welcher einen bestimmten Mindestbetrag an projektbezogenen Spenden aufbringen muss. Die Spender sind dabei oft Firmen und stehen in keinen direkten Zusammenhang mit den Freiwilligen. Diese Spenden können wir also problemlos als projektbezogene Spende verbuchen und für die Spender eine Spendenquittung ausstellen.

Für einige Teilnehmer Spenden allerdings auch die Eltern oder die Spenden sind Personengebunden (im Überweisungsbetreff steht z.B. "Spende für Max Mustermann").
Dürfen wir diese Gelder trotzdem als Spende verbuchen?

Von einem befreundeten Verein haben wir erfahren, dass diese Gelder trotzdem als Spende verbucht werden dürfen, da dieser Betrag in den ideellen Bereich des Vereins eingeht. Allerdings dürfen wir dafür keine Spendenquittung ausstellen, da es keine steuerlich abzugsfähigen Spenden sind. Stimmt diese Aussage? Kann man zwischen steuerlich abzugsfähigen Spenden und nicht steuerlich abzugsfähigen Spenden unterscheiden?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung
unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben
dieser Plattform.

Nach der gesetzlichen Definition sind Spenden - die ein Geber steurelich als Sonderausgaben geltend machen will - Ausgaben zur Förderung mildtätiger, kirchlicher, wissenschaftlicher und der besonders förderungswürdig anerkannter gemeinnütziger Zwecke.

Wesentlich ist daher die satzungsgemäße Verwendung der Gelder. Wenn die Durchführung der Projekte satzungsgemäß erfolgt und die Gelder nur projektbezogen verwendet werden, dann ist der förderungswürdige Zweck erreicht. Entscheidend ist, dass die zur Verfügung gestellten Mittel ausschließlich den ideellen Zwecken dienen.

Daher steht meines Erachtens der Ausstellung einer Spendenquittung nichts im Wege, wenn diese Gelder ebenso
ausschließlich zweckgebunden verwendet werden wie "neutrale" Spenden.

Es muss ausgeschlossen werden, dass eine persöniche Begünstigung einzelner Personen erfolgt, etwa wenn für ein Projekt mehr Gelder zur Verfügung stehen als benötigt werden und ein ZdL dadurch eine höhere Unterstützung für die Lebensführung erhält als ein anderer.

Wenn hier nach klaren Richtlinien jedes Projekt gleichartig durchgeführt wird, kann es keinen Unterschied machen, ob die Gelder von Eltern gezahlt werden oder einem anderen Spender. Es muss, wie gesagt, ausgeschlossen sein, dass hier unterschiedliche Durchführungsgrundsätze von Projekten angewendet werden, je nachdem von wem das Geld kommt und in welcher Höhe.

Hier sollte man unbedingt dieses Verfahren mit dem Finanzamt absprechen, da nicht nur für ein einzelnes Projekt die Abzugsfähigkeit in Frage gestellt sein kann Das Finanzamt könnte darin eine unangemessene Mittelverwendung sehen, die die Gemeinnützigkeit des Vereins insgesamt in Zweifel zieht. Der Vorstand haftet für unrechtmäßige Spendenquittungen, so dass die Beteiligten im eigenen Interesse eine verbindliche Klärung der Frage
herbeiführen sollten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Bitte
nutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion, wenn Sie dazu noch Informationen wünschen,

mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

Bewertung des Fragestellers 27.04.2010 | 09:32

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