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Spekulationssteuer von Steuerausländer bei Hausverkauf

15.07.2013 17:08 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Hallo,

ich bin Deutscher Staatsbürger, lebe seit über 10 Jahren in England, bin in Deutschland nicht mehr gemeldet und versteure in Deutschland auch kein Einkommen.

Ich habe im Juli 2013 ein Haus in Deutschland verkauft. Ich verstehe, dass ich ich bei Verkauf auf den Gewinn Spekulationssteuer zahlen muss (wenn innerhalb von 10 Jahren verkauft wird).

Meine Annahme ist, dass in dem Fall, dass das Netto Einkommen von dem Verkauf mein einziges Einkommen in dem Steuerjahr war, dieses meinen Steuersatz festlegen würde.

Meine Frage sind:
- Stimmt meine Annahme bezüglich des Steuersatzes?
- Welche Freisätze könnten meine Frau und ich hier in Anspruch nehmen (sie hat auch kein Einkommen in Deutschland)?
- Wie verhält es sich mit Bezug auch Doppelversteuerung in Grossbritannien?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.


Einsatz editiert am 17.07.2013 11:51:51

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die eingestellte Frage. Diese möchte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben und in Ansehung des Einsatzes wie folgt beantworten.

Nach Buchst. a und b des § 49 EStG unterliegen der beschränkten Steuerpflicht Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften über inländische Grundstücke und inländische grundstücksgleiche Rechte.

Inländisch sind die Grundstücke bzw. grundstücksgleichen Rechte, wenn sie im Inland belegen sind. Nach der DBA D/GB steht in solchen Fällen das Besteuerungsrecht nach Art. 6 dem Belegenheitsstaat des unbeweglichen Vermögens zu. http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Internationales_Steuerrecht/Staatenbezogene_Informationen/Laender_A_Z/Grossbritannien/006_1.pdf?__blob=publicationFile&v=6

Im Einzelnen zum Tatbestand des § 23 EStG, der zur Begründung der beschränkten Steuerpflicht vorliegen muss. Einen Steuerabzug sieht das Gesetz nicht vor. Ebenso ist gesetzlich keine Pauschalbesteuerung angedacht. Anhand der erzielten Einkünfte ergibt sich Ihr zu versteuerndes Einkommen, das mit dem entsprechenden variablen Steuersatz mit einer Einkommenssteuer belegt ist. Soweit keine weiteren Abzüge für Werbungskosten o.ä. im Zusammenhang mit dem Hausverkauf angesetzt werden können.

Ihre Annahme ist danach richtig.
Mit Nettoeinkünften würde ich mich jedoch nur auf die aus dem privaten Veräußerungsgeschäft beziehen wollen. Die Höhe der Einkünfte bestimmt den jeweiligen Steuersatz. Ihre in GB zu versteuernden Einkommen bleiben hier unberücksichtigt und unterliegen insoweit auch nicht dem Progressionsvorbehalt.

Nach § 23 Absatz 3 Satz 5 EStG bleibt ein erzielter Gesamtgewinn im jeweiligen Kalenderjahr in Höhe von 600 Euro unberücksichtigt.
Steuerliche Freibeträge oder Freigrenzen kennt die beschränkte Steuerpflicht nicht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle, Rechtsanwalt

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