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Spekulationssteuer bei geerbter Eigentumswohnung

23. Oktober 2021 11:22 |
Preis: 30,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Mein Vater hat 2012 eine Eigentumswohnung gekauft und diese ausschließlich selbst genutzt (er hat diese jedoch nie als Wohnsitz angemeldet) 2018 musste er auf Grund eines Schlaganfalls ins Pflegeheim und konnte die Wohnung daher nicht mehr nutzen. Er wollte die Wohnung jedoch behalten, da es immer wieder die Diskussion gab, dass er dort leben und gepflegt werden will, weil es im Pflegeheim immer wieder Probleme gab. 2020 ist er verstorben und ich habe die Wohnung geerbt. Nach seinem Tod habe ich die Wohnung für Heimatbesuche und Angelegenheiten rund um den Nachlass genutzt. 2021 habe ich die Wohnung verkauft. Die Wohnung wurde somit seit Kauf nur selbst genutzt (bis zum Tod meines Vaters von ihm, danach von mir ,Tochter, bis zum Verkauf). Ich habe gelesen, dass ein unverschuldeter Umzug ins Pflegeheim die Spekulationsfrist von 10 Jahren generell außer Kraft setzt. Ist das so? Ist in meinem Fall die Eigennutzung klar gegeben bzw. wie müsste man das nachweisen?

Einsatz editiert am 23.10.2021 14:31:49

Eingrenzung vom Fragesteller
24. Oktober 2021 | 13:04
24. Oktober 2021 | 13:50

Antwort

von


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01326 Dresden & Köln
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Sehr geehrte Ratsuchende,

auf den Fristenlauf Ihres Vaters kommt es meines Erachtens hier nicht an. Mit dem Erbfall sind Sie Eigentümer geworden. Wenn Sie im Jahre des Verkaufs und in den beiden zuvorigen Jahren die Wohnung selber benutzt haben, ist die Veräußerung steuerfei.

Bei der Eigennutzung wird jedoch auf die Nutzung zu Wohnzwecken bemüht. Diese können Sie wohl nicht über eine Meldebescheinigung nachweisen.

Da auch seit dem Erwerb vom Vater die 10 Jahresfrist nicht abgelaufen ist, dürften beide "Steuerbefreiungen" hier wohl nicht greifen.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA


Rückfrage vom Fragesteller 24. Oktober 2021 | 14:26

Sehr geehrter Herr Fricke,

ehrlich gesagt verwundert mich Ihre Antwort, weil mein Steuerberater mir genau das Gegenteil gesagt hat. Mein Vater hat die Wohnung wie gesagt von 2012 bis 2018 selbst genutzt (ausschließlich). Dass er 2018 auf Grund eines Schlaganfalls ins Pflegeheim musste, setzt die Spekulationsfrist wohl laut Fiskus generell aus (https://www.vermietet.de/immobilienverkauf-steuer) Ich hatte keine Vollmacht, die mir ermöglichte, die Wohnung vor seinem Tod zu verkaufen und zum rechtmäßigen Erbe wurde ich ja auch erst nach seinem Tod 2020. Dass ich die Wohnung nach seinem Tod noch selbst genutzt habe, ist meiner Meinung nach daher gar nicht relevant, da der Prozess eine Wohnung auszuräumen und einen Käufer zu finden ja auch Zeit braucht. Aber somit ist doch eine durchgängige Eigennutzung seit 2012 gegeben, laut Internet bezeichnet man dies als Fußstapfentheorie. Könnten Sie darauf bitte nochmal eingehen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24. Oktober 2021 | 15:59

Sehr geehrte Nachfragende,

die Fußstapfentheorie lässt Sie in sämtliche Tatbestände Ihres Vaters einrücken, diese sind:

2018 aufgegebene Nutzung wegen Pflegeheim, 2020 verstorbener Vater, 2021 Verkauf....

In diese Zeit passt nach der Fußtapfentheorie keine eigene Nutzung im Jahr des Verkaufes mit einer eigenen Nutzung
von Ihnen und Ihrem Vater.

Die Besonderheit des Pflegeheims wird in der Finanzverwaltung unterschiedlich bewertet. Ich bleibe bei meiner Einschätzung, daß das FA hier auf die Nichteinhaltung der jeweils notwendigen Fristen abstellen wird.

Ich bedauere, nicht die Auffassung des Steuerberaters einfach bestätigen zu können, aber ich habe da einfach eine andere Auffassung.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA

ANTWORT VON

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