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Spekulationssteuer bei Schenkung einer Wohnung an den Bewohner

25.04.2021 14:49 |
Preis: 57,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


19:21

Eltern haben eine Neubauwohnung in 2015 gekauft, bezugsfertig war die Wohnung in 2017.
Direkt zu diesem Zeitpunkt ist der 30-jährige Sohn des Ehepaars eingezogen (kein Kindergeld mehr für diesen Sohn).
Die Wohnung wurde dem Sohn unentgeltlich überlassen, d.h. nur die Zahlung der Nebenkosten wurde durch den Sohn geleistet (in Form einer monatlichen Pauschale an die Eltern).

Seit 2015 bzw. 2017 sind erhebliche Wertsteigerungen (ca. 30%) im Marktwert der Wohnung aufgelaufen.

Nun überschreiben die Eltern dem Sohn die Wohnung unter Ausnutzung des Schenkungssteuerfreibetrags. Anschließend möchte der Sohn die Wohnung verkaufen.

Ist dies steuerfrei, d.h. ohne Spekulationssteuer, möglich? Laut Rechtssprechung ist doch der Verkauf einer Wohnung dann steuerfrei, wenn diese:
- entweder über die gesamte Dauer, in der die Immobilie in seinem Besitz war, selbst bewohnt wurde
oder
- im Jahr der Veräußerung sowie in den beiden Jahren davor.

Beides trifft hier formal gesehen zu. Ist das aber auch rechtsicher bei einer Schenkung der Fall?

25.04.2021 | 15:25

Antwort

von


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63505 Langenselbold
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen die von Ihnen gestellte Frage auf der Grundlage Ihrer Angaben im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt:

Eine Veräußerung ist möglich, ohne das Einkommensteuer in Form der sogenannten "Spekulationssteuer" zu zahlen wäre.

Nutzt nämlich der Steuerpflichtige eine Immobilie unentgeltlich zu eigenen Wohnzwecken und erhält diese später durch Schenkung oder Erbfall übertragen, gilt auch die Zeit des Bewohnen der fremden Immobilie als Nutzung zu eigenen Wohnzwecken (BFH 27.6.2017 – IX R 37/16, DStR 2017, 2268; Trossen NWB 2017, 3256 (3257)). Sie müssen für die Zeiträume also nicht bereits Eigentümer sein.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 25.04.2021 | 16:09

Aus den genannten Rechtstexten geht m.E. dieser Sachverhalt nicht hervor, diese beziehen sich auf den steuerfreien Verkauf von Zweit- und Ferienwohnungen, sofern diese ausschließlich selbst genutzt und nicht vermietet wurden.

Wo genau finde ich den Text der Ihr folgendes Statement wiedergibt?
"Nutzt nämlich der Steuerpflichtige eine Immobilie unentgeltlich zu eigenen Wohnzwecken und erhält diese später durch Schenkung oder Erbfall übertragen, gilt auch die Zeit des Bewohnen der fremden Immobilie als Nutzung zu eigenen Wohnzwecken"

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.04.2021 | 19:21

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage beantworten. Sie haben vollkommen Recht. Das von mir angebrachte Zitat ist irreführend. Mir ging es darum zu verdeutlichen, dass es auf die tatsächliche Nutzung zu eigenen Wohnzecken ankommt. In dem zitierten Urteil geht es darum, dass auch eine Zweitwohnung zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird, obwohl es eine Hauptwohnung gibt. Es kommt also nach dem Sinn und Zweck der Norm konkret darauf an, ob Sie die Wohnung zu eigenen Wohnzwecken genutzt haben oder nicht. Dies ist der Fall und ergibt sich ja auch bereits aus dem Wortlaut der Vorschrift. Wichtig ist nur, dass Sie die Wohnung seit der Anschaffung ununterbrochen zu eigenen Wohnzwecken genutzt haben.

Problematischer wäre insoweit der Fall, wenn Ihre Eltern nun - vor Übertragung an Sie - veräußern wollten. Hier wäre gerade keine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken gegeben, wenn Sie nicht mehr kindergeldberechtigt sind.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per E-Mail (m.kraemer@mbk-office.de) zur Verfügung.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per E-Mail (m.kraemer@mbk-office.de) zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt

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