Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Spekulationssteuer bei Immobilienverkauf fällig?

18.08.2015 17:39 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Wir haben vor einigen Jahren eine Immobilie zur Eigennutzung erworben, die wir auch kurz selber bewohnt haben. Dann ist mein Mann vom Arbeitgeber ins Ausland entsendet worden und wir vermieten nun möbliert mit unseren eigenen Möbeln und befristet, wobei wir im Mietvertrag angegeben haben, dass wir nach Ablauf der Maximalmietzeit Eigenbedarf anmelden. Nun überlegen wir zu verkaufen. Die 10 Jahre sind noch nicht abgelaufen.

Meine Fragen:

- Ist in diesem speziellen Fall Spekulationssteuer fällig oder eventuell nicht, weil die Wohnung wieder kurzfristig für uns bezugsfähig wäre und kein anderer Wohnsitz in Deutschland besteht

- Falls ja, wie saehe es mit dem Steuersatz und Abwicklung aus. Wir sind zur Zeit nur beschränkt steuerpflichtig in Deutschland. Wird das ausländische Einkommen bei der Berechnung berücksichtigt oder das aktuelle Einkommen nur in Deutschland oder der Steuersatz vor der Entsendung? Es gibt ein Doppelbesteuerungsabkommen mit dem außereuropäischen Land. Wo kann man dazu 100%ige Rechtssicherheit vor dem Verkauf bekommen?

Herzlichen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei dem Verkauf einer Immobilie handelt es sich steuerlich um ein sogenanntes privates Veräußerungsgeschäft nach Paragraphen 22, 23 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Auch als nur beschränkt Steuerpflichtige sind Sie mit Einkünften aus solchen Geschäften in Deutschland steuerpflichtig, Paragraph 49 Absatz 1 Nr. 8 EStG i. V. m. Paragraph 1 Absatz 4. Sie müssten also Gewinne aus solchen Geschäften in Ihrer deutschen Steuererklärung angeben, soweit diese steuerpflichtig sind.

Die Steuerpflicht richtet sich nach Paragraph 23 Absatz 1 Nr. 1 EStG. Danach sind Gewinne bei einem Verkauf innerhalb von 10 Jahren ab Anschaffung grundsätzlich immer steuerpflichtig. Eine Ausnahme gilt nur für solche Immobilien, die während des gesamten Zeitraums oder im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangenen Jahren für eigene Wohnzwecke genutzt wurden. Die Vermietung an Dritte führt in Ihrem Fall also zur Steuerpflicht bei einem Verkauf vor Ablauf der 10-Jahres-Frist.

Etwas anderes gilt, wenn Sie die Immobilie jetzt (2015) wieder selbst beziehen und dann durchgehend selbst nutzen. Dann könnten Sie im Jahr 2018 steuerfrei verkaufen, auch wenn bis dahin die 10 Jahre noch nicht vorbei sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 11.09.2015 | 16:14

Sehr geehrter Herr Brezel,

wie ist es denn mit dem Steuersatz? Wird nur der aktuelle deutsche Steuersatz berücksichtigt? In Deutschland haben wir ja zur Zeit kein Einkommen. Bei Expats wird ja eine Schattenabrechnung durchgeführt. Würde dann in der Schattenabrechnung zusätzlich die Differenz zum normalerweise in Deutschland geltenden Steuersatz geltend gemacht? Herzlichen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.09.2015 | 20:44

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Für beschränkt Steuerpflichtige gilt seit 2009 der allgemeine Steuertarif nach Paragraph 32a EStG, der auch für unbeschränkt Steuerpflichtige zur Anwendung kommt. Allerdings wird kein Grundfreibetrag berücksichtigt, ebensowenig wie die persönlichen Verhältnisse (etwa Familienstand, Kinder, Sonderausgaben). Diese Einschränkungen ergeben sich aus Paragraph 50 EStG. Eine Anrechnung bzw. Differenzbetrachtung zum Steuersatz des jeweiligen Wohnsitzlandes im Rahmen der deutschen Steuererklärung eines beschränkt Steuerpflichtigen ist mir nicht bekannt.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 78757 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort erfolgte noch am selben Tag und hat mir sehr geholfen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle Beratung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle Beantwortung - auch der Rückfrage. Perfekt. ...
FRAGESTELLER