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'Spekulationssteuer' bei Erbschaft. Erwerb durch Erblasser ebenfalls Erbschaft.

18.11.2018 15:22 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alex Park


Dreifamilienhaus, fertiggestellt 1981. Eigentümer damals mein Großvater.

Großvater verstarb am 02.11.2008, vererbte das Haus testamentarisch an meinen Vater.
- welches Datum wird hier als "Erwerb" durch meinen Vater im Sinne der Veräußerungsfrist genommen? Der Todestag meines Großvaters, der Tag der Testamentseröffnung, oder der Tag der Eintragung meines Vaters im Grundbuch?


Mein Vater verstarb am 10.09.2016, vererbte das Haus an meinen Bruder und mich.
Wir haben am 13.11.2018 das Haus verkauft (=Unterschrift Kaufvertrag beim Notar), da wir mit diesem Termin vermeintlich die 10-Jahresfrist eingehalten haben, sind aber nun nicht ganz sicher ob dem auch so ist (auf Grund des "Erwerbs" durch Erbe)

Meine Frage lautet:
- liegen wir durch den Verkauf am 13.11.2018 bereits außerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist? Oder fallen hier eventuell noch Steuern auf den Veräußerungsgewinn an?
- oder wird gar das Datum der Fertigstellung des Hauses als Datum des Erwerbs gesehen, auch wenn das Haus und Grundstück bereits zweimal vererbt wurden?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1. Welches Datum wird hier als "Erwerb" durch meinen Vater im Sinne der Veräußerungsfrist genommen? Der Todestag meines Großvaters, der Tag der Testamentseröffnung, oder der Tag der Eintragung meines Vaters im Grundbuch?

Hier gilt aus § 1922 BGB der Todestag des Großvaters als Eigentumserwerb des Vaters.

2. Liegen wir durch den Verkauf am 13.11.2018 bereits außerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist? Oder fallen hier eventuell noch Steuern auf den Veräußerungsgewinn an?

Nein, der Verkauf ist steuerfrei, da hier § 21 Abs. 1 S. 3 EStG die Haltezeit des Rechtsvorgängers anzurechnen ist und dieser fast 10 Jahre Eigentümer war und Sie die restliche Zeit Eigentümer waren. So ist also die Frist des § 23 EStG einhalten.

3. oder wird gar das Datum der Fertigstellung des Hauses als Datum des Erwerbs gesehen, auch wenn das Haus und Grundstück bereits zweimal vererbt wurden?

Der Erwerb / Fertigstellung durch den Großvater war in erster Linie für Ihren Vater wichtig. In Ihrem Falle reichen die fast 10 Jahre Eigentum des Vaters und Ihr eigenes Eigentum aus, um steuerfrei zu bleiben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2018 | 15:15

Hallo Herr Park,

vielen Dank für die schnelle Antwort, damit haben Sie mir sehr geholfen.

Nur noch - interessehalber - wie wäre die Situation, wenn wir das Haus ein Jahr früher verkauft hätten?
Zählt der Erbfall 2008, in dem mein Vater von meinem Großvater das Haus geerbt hat, als "Erwerb", oder wär auch das dann zurückgerechnet worden bis zur Fertigstellung bzw. Kauf des Hauses durch meinen Großvater?

Es wäre nett wenn Sie mir das noch kurz beantworten könnten.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2018 | 18:59

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Der Erbfall in 2008 war Ihrem Vater zuzurechnen, so dass dieser im Falle eines Verkaufes aller Voraussicht nach keine Steuer bezahlt hätte.

Hätten Sie das Haus 2017 verkauft, also vor der 10 Jahre und hätten Sie es in den 10 Jahren nie selber genutzt, so wäre Versteuerung des Veräußerungsgewinnes denkbar, da Sie nur die Haltefrist des Rechtsvorgängers anrechnen können und dieser nicht länger als 10 Jahre hielt.

Mit freundlichen Grüßen

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