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Spekulationssteuer Immobilie

14.11.2018 18:14 |
Preis: 58,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Lembcke


Sehr geehrte Damen und Herren,
folgender Sachverhalt liegt vor:

Meine Eltern haben im Jahr 2002 eine Immobilie erworben mit jeweils zur Hälfte. 2005 verstarb meine Mutter, ich habe das Erbe im Anschluss angetreten, ebenso mein Vater. Somit hatte ich ein Viertel und mein Vater Dreiviertel Eigentum.

Nachdem mein Vater und ich uns allerdings nicht einig wurden, ging das Objekt in die Zwangsversteigerung. Ich habe daraufhin das Objekt im Juni 2009 ersteigert.

Nun möchte ich die Immobilie gewinnbringend verkaufen, die 10-Jahres-Frist ist noch nicht abgelaufen und ich bewohne sie seit Oktober 2017 nicht mehr - sie steht leer.

Muss ich trotzdem eine Spekulationssteuer bezahlen, da ich notariell seit Juni 2009 eingetragen bin, die zehn Jahre nicht verstrichen sind und ich die Wohnung nicht mehr bewohne (dadurch greift die Drei-Jahres-Regel nicht?), oder greift hier ein spezieller Paragraph, da ich Erbe bin und eigentlich nur den Anteil meines Vaters ersteigert habe?

Würde eine eintägige Zweitwohnsitz-Anmeldung das Problem bereits umgehen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Gem. § 23 Abs.1 S 3 EStG sind Wirtschaftsgüter von der Besteuerung ausgenommen, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden.

Dies gilt für Sie leider nicht, da Sie die Immobilie seit Okt 2017 nicht mehr bewohnen, sodass hier der Passus Jahr der Veräußerung nicht greift.

Mit der Begründung des Gesamteigentum 2009 ist ein neues Wirtschaftsgut begründet worden, sodass ab diesem Zeitpunkt die Frist beginnt und Sie damit erst nach Ablauf der 10 Jahresfrist von der Spekulationssteuer befreit sind.

Vorher gibt es leider keine Ausnahme.

Auch die kurzfristige Anmeldung als Nebenwohnsitz reicht m.E. nicht aus, da aufgrund der Unterbrechung der tatsächlichen Bewohnung als Hauptwohnsitz (der erforderlich ist) die 3 Jahresregel erneut zu laufen beginnt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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