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Spekulationssteuer, Schenkungssteuer möglichst vermeiden

05.01.2018 19:15 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alex Park, LL.B.


Meine Frau hat mit ihren beiden Geschwistern das Haus ihrer Eltern geerbt. Geplant ist nun: Meine Frau zahlt die Geschwister aus, wir (meine Frau und ich) schenken das Grundstück unseren beiden Kindern. Das Grundstück soll dafür geteilt werden.
Ein Kind will sicher in den Gartenbereich des Grundstücks bauen: Sowohl im Wohnhausbereich, als auch im Gartenbereich führt eine Straße vorbei. Beide Grundstückteile können also separat angefahren werden.
Das andere Kind will den Bereich mit dem bestehenden Wohnhaus sanieren und entweder
a) vermieten, mit der Option, das Haus später zu verkaufen, oder
b) ins Haus einziehen, es bewohnen und evt später verkaufen.
Was muss bedacht werden, damit möglichst keine Spekulationssteuer bzw Schenkungssteuer fällig wird?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1. Ihre Frau ist Teil einer Erbengemeinschaft und hat eine Immobilie geerbt. Somit fällt nach § 3 Nr. 2 GrEStG keine Grunderwerbssteuer an. Erbschaftssteuer wäre bei Ihrer Frau nur dann denkbar, wenn der jeweilige Freibetrag pro Kind i.H.v. 400.000,00 EUR nach § 16 Abs. 1 ErbStG überschritten wird.

2. Wird die Immobilie nun an die Kinder verschenkt, so wäre auch hier der Freibetrag des § 16 Abs. 1 BGB zu beachten, auch hier wären wieder 400.000,00 EUR maßgeblich. Grunderwerbssteuer würde aus § 3 Nr. 2 GrEstG nicht anfallen.

3. Das Kind, welches den Gartenbereich bebauen will muss dort i.S.d. § 23 Abs. 1 EStG drei angefangene Jahre selber leben und würde dann keine Spekulationssteuer mehr bei einem Verkauf bezahlen.

4. Auch das andere Kind würde, sofern es das Haus für drei angefangene Jahre selber beziehen würde, keine Spekulationssteuer mehr bezahlen.

Sollte es aber die Immobilie nie selber nutzen sondern gleich vermieten, so wäre die Immobilie 10 Jahre zu halten, erst dann wäre ein verkauf frei von Spekulationssteuer denkbar.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.01.2018 | 12:43

Vielen Dank für ihre Beratung,
eine Verständnis Nachfrage hätte ich noch:
Falls eines der beiden Kinder vor Ablauf der Fristen verkaufen würde, kämen dann auf UNS "Schenker" nachträglich Kosten zu?
Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.01.2018 | 13:40

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Auf sie als Schenker kommen in diesem Fall keine weiteren Kosten zu, falls eines der Kinder die Immobilie vor Ablauf der Frist verkaufen sollte.

Mit Freundlichen Grüßen

Alex Park

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