Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Spekulationsgewinn bei Hausverkauf


26.11.2007 22:11 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht




Sehr geehrte Anwältin, Sehr geehrte Anwalt

In Nov. 1997 habe ich ein Grundstuck gekauft und in Frühjahr 1998 angefangen dort zu Bauen. Zu diesem Zeitpunkt galt eine 2 jährige Spekulationsfrist. Zwischenzeitlich wurde die Spekulationsfrist durch dem Gesetzgeber auf 10 Jahre verlängert.
Bei Verkauf in März 2000 war das Haus noch nicht fertig gestellt, so dass der Käufer den Innenausbau Selbst machen musste.
Mit der Einkommenssteuer 2001 wurde eine Steuerzahlung auf den Veräußerungsgewinn fällig.
Ich habe mit meinem Steuerberater gegen diesem Steuerbescheid ein Widerspruch eingelegt und das Geld nicht bezahlt. Dies ist mittlerweile 7 Jahre her und die Summe wird immer größer, da 6% Zinsen pro Jahr anlaufen.
Ich habe mich vor Zwei Jahren erneut informiert. Mir wurde mitgeteilt dass mein Fall beim Gesetzgeber umstritten sei.
FRAGE:
1. Hat der Widerspruch in meinem Fall Aussicht auf Erfolg?

2. Soll ich mit der Zahlung warten oder stelle ich mich (finanziell) besser, wenn ich mit Hilfe eines Darlehens die bisher geforderte Spekulationssteuer begleiche?

3. Zudem würde ich gerne wissen, ob ich bei einer Begleichung zum derzeitigen Zeitpunkt auch die 6% Zinsen bezahlen muss?
Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:
1. Nach § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 EStG ist der Gewinn aus der Veräußerung von Grundstücken des Privatvermögens steuerpflichtig, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt; bis einschließlich 1998 betrug dieser Zeitraum lediglich zwei Jahre. Der BFH hat mit Beschluss vom 16.12.03 das BVerfG angerufen, weil nach seiner Auffassung die ab 1999 geltende Neuregelung mit dem Grundgesetz insoweit unvereinbar ist, als danach auch private Grundstücksveräußerungsgeschäfte nach dem 31.12.98 erfasst werden, bei denen die zuvor geltende Spekulationsfrist von zwei Jahren bereits abgelaufen war (BFH 16.12.03, IX R 46/02). Diese ZweiJahresFrist war bei Ihnen also bei Inkrafttreten der Gesetzesänderung zum 01.01.1999 noch nicht abgelaufen.
Der BFH hat hierzu festgestellt, dass die Verlängerung der Spekulationsfrist auf zehn Jahre ohne Übergangsregelung jedenfalls in den Fällen verfassungsgemäß ist, in denen die zuvor geltende Spekulationsfrist von zwei Jahren noch nicht abgelaufen war. Zur endgültigen Klärung bei abgelaufener Zweijahresfrist haben die höchsten Finanzrichter sowie das Finanzgericht Köln die Frage dem BVerfG vorgelegt (Beschluss des BFH vom 16.12.2003, Aktenzeichen: IX R 46/02, veröffentlicht in: BStBl. 2004, Band II, Seite 284 - BVerfG, Aktenzeichen: 2 BvL 2/04; Beschlüsse des FG Köln vom 25.07.2002, Aktenzeichen: 13 K 460/01, veröffentlicht in: EFG 2002, Seite 1236 - BVerfG, Aktenzeichen: 2 BvL 14/02 und vom 24.08.2005, Aktenzeichen: 14 K 6187/04 - BVerfG, Aktenzeichen: 2 BvL 13/05).
Der Einspruch bzw. auch wohl Ihr Antrag auf Aussetzung der Vollziehung hat deshalb keinen Erfolg.
2. Dies ist sehr schwierig zu beurteilen. Bitte übermitteln Sie mir die kompletten Unterlagen, um hier eine endgültige Stellungnahme abgeben zu können. Ggfs. kommt eine Zahlung unter Vorbehalt in Betracht.
3. Die Zinsen müssen Sie wenn Sie mit einer Steuerzahlung im Rückstand bzw. Verzug sind, mi 0,5 % pro Monat bezahlen, § 233 a AO. Gegebenenfalls kommt aber ein Erlass der Zinsen in Betracht.


Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.


Mit besten Grüßen

RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht


www.kanzlei-hermes.com
Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER