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Spekulationsgewinn, wenn u.a. Makler eingeschaltet wurde, vor Spekulationsende

| 16. Juli 2022 18:51 |
Preis: 55,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich werde sehr bewusst ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung käuflich erwerben und nach dem
notariellen Kaufvertrag dann auch selbst beziehen, um nach Ablauf der Spekulationszeit einen
steuerfreien Gewinn zu erzielen.
Dieses Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung werden meine Familie und ich ab Erwerb selbst nutzen.
Nach Ablauf der Spekulationsfrist von drei Kalenderjahren wird das Objekt komplett, so wie
ich es erworben habe, wieder veräußert.
Das Problem der Steuerfreiheit und er Spekulationsfristen ist mir klar.

Klar ist mir nicht, ob es irgendwie steuerlich schädlich sein kann, wenn ich bereits vor der Beendigung
der Spekulationsfrist einen Makler oder andere aktivitäten bzgl. Verkauf des Objektes vornehme,
mit der Vorgabe, dass der notarielle Kaufvertrag erst dann abgeschlossen werden kann, wenn die Spekulationsfrist abgelaufen ist.
Vielleicht gibt es hier Urteile oder ähnliches, in denen diese Sache angesprochen wurde.

Meine Frage ist, kann das Finanzamt in irgendeiner Weise daraus Argumente ziehen,
das trotz der Einhaltung der Spekulationsfrist Selbstbezug usw der Gewinn aus der Veräußerung nicht steuerfrei ist.

Vielen Dank für eine Information.

16. Juli 2022 | 19:34

Antwort

von


(520)
Albstraße 45
73249 Wernau
Tel: 07153/9964381
Web: http://www.dr-traub.legal
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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Maßgeblich vor dem Kontext Ihrer Schilderung ist § 23 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 EStG. Dort heißt es:

"Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden."

Diese Formulierung verweist ohne Einschränkung auf die 3 Jahre Bewohnen durch die Eigentümer hin.

Hierfür unerheblich ist, ob Sie bereits ein paar Monate vor Ablauf der 3-Jahres-Spekulationsfrist bereits einen Makler beauftragen.

Entscheidend ist der notarielle Kaufvertrag des Erwerbs und der notarielle Kaufvertrag des Verkaufs (siehe H 23 EStH; BFH vom 15.12.1993 – BStBl 1994 II S. 687 und vom 8.4.2014 – BStBl II S. 826).

Das Finanzamt kann somit aus einer Bauftragung eines Maklers kein Argument für die Auslösung einer Spekulationssteuer heranziehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Sofern ich Ihnen bei Ihrem Anliegen weiter helfen konnte, wäre ich Ihnen über die Abgabe einer vollen 5-Sterne-Bewertung verbunden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-
Fachanwalt für Steuerrecht


Bewertung des Fragestellers 18. Juli 2022 | 16:31

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