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Spedition liefert Ware nicht da verschollen, nun wieder aufgetaucht

9. Februar 2022 07:55 |
Preis: 30,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht


Beantwortet von


Hallo,
ich habe (gewerblich) einen Motor verkauft. Diese wurde mit einer Spedition versandt. Da die Zustellung nicht erfolgte, fragte ich warum. Ich bekam die Antwort, dass die Spedition den Motor nicht auffinden kann. Es wurde mitgeteilt, dass nach 21 Tagen der Motor als "endgültig" verschwunden gilt und es dann eine Entschädigung gibt.

Nun, nach 20 Tagen (da wohl der Tag der Abholung nicht mitzählt?!) ist der Motor wieder aufgetaucht.
Mein Käufer hat unlängst einen anderen Motor gekauft und sein Geld erstattet bekommen.

Ich kann den Motor jetzt nicht wieder sofort verkaufen.

Wie ist die Rechtslage? Was ist mit den 21 Tagen?! Der Motor steht zur Zeit bei einer holländischen Spedition, da wo er nie hin sollte.

VG

10. Februar 2022 | 08:37

Antwort

von


(31)
Am Kolk 1
46499 Hamminkeln
Tel: 02857 959073
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Haftung der Frachtführers bei grenzüberschreitenden Transporten richtet sich nach dem Übereinkommen über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßenverkehr (CMR). In Art. 20 CMR ist unter anderem geregelt, dass die Sendung als verloren betrachtet werden kann, wenn sie nicht binnen 30 Tagen nach Ablauf der vereinbarten Lieferfrist oder, falls keine Frist vereinbart worden ist, nicht innerhalb von 60 Tagen nach der Übernahme der Sendung abgeliefert worden ist.

Die von Ihnen erwähnte 21 Tagesfrist ergibt sich aus § 424 HGB. Demnach kann die Sendung u.a. als verloren betrachtet werden, wenn Sie nicht innerhalb von 20 Tagen nach Übernahme abgeliefert worden ist. Das HGB findet aber bei grenzüberschreitenden Transporten keine Anwendung. Hier gelten zwingend die Regelungen des CMR.

Sie können sich also leider nicht auf die Verlustfiktion nach Art. 20 CMR berufen, da die Sendung rechtzeitig wieder aufgefunden wurde. Sie können nun nur die Rücklieferung des Motors verlangen.

Schadenersatzansprüche wegen der Verzögerungen kommen nur in Bertracht, wenn eine konkrete Lieferfrist vereinbart wurde, wovon ich nicht ausgehe. Sofern eine Lieferfrist vereinbart worden sein sollte, wäre die Entschädigung nach Art. 23 Abs. 5 CMR auf die Höhe des gezahlten Frachtentgelts begrenzt.

Andere Haftungsansprüche gegen den Frachtführer sind nach Art. 28 CMR ausgeschlossen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Axel Doering

ANTWORT VON

(31)

Am Kolk 1
46499 Hamminkeln
Tel: 02857 959073
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