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Sparkonten der Kinder abgeräumt

| 02.05.2009 12:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Mein Problem stellt sich wie folgt dar:

Seit 2005 bin ich geschieden, die drei Kinder, derzeit 22, 19 und 17, alle noch in der Ausbildung, lebten bei mir. 22 und 17 sind bereits ausgezogen, der 19-jährige lebt noch bei mir. Für die Kinder wurde 2002 jeweils ein Festgeldkonto eingerichtet, über das sie nach Vollendung ihres 18. Lebensjahres verfügen können sollten für Ausbildungszwecke, Führerschein etc. Der Älteste hat das Geld noch bekommen, doch die beiden jüngeren Geschwister haben nun erfahren, dass der Vater ihre Konten bereits abgeräumt hat. Es handelt sich um einen Betrag von ca. 14.000 Euro. Das Geld stammte aus Geldgeschenken naher Verwandter und Paten. Es gehört also den Kindern.
Meine Frage ist nun: Hatte der Vater der Kinder ein Zugriffsrecht auf das Geld der Kinder? Wenn ja, hätte er dieses "Zusatzeinkommen" nicht bei der Berechnung des Unterhaltes der Kinder angeben müssen? Lohnt es sich in dieser Frage einen Familienanwalt zu konsultieren?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworten möchte:

Bei der Beantwortung Ihrer Frage gehe ich davon aus, dass Sie als Eltern vor Eintritt der Volljährigkeit Ihrer Kinder das gemeinsame Sorgerecht für Ihre Kinder hatten bzw. dieses für Ihren 17-jährigen Sohn noch haben.

Die elterliche Sorge umfasst nicht nur die Personensorge für die Kinder, sondern auch die Vermögenssorge, § 1626 Abs. 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch).

Wenn Ihre Kinder als Gläubiger der Sparanlage bezeichnet waren/sind, dann sind die Kinder auch alleinige Inhaber dieser Forderung. Solange Ihre Kinder minderjährig sind/waren, hätte die Entscheidung Ihres früheres Ehemannes, das Geld abzuheben, nur gemeinsam mit Ihnen erfolgen dürfen. Bei Volljährigkeit Ihrer Kinder
haben Sie als Eltern ebenfalls kein Zugriffsrecht, es sei denn, es bestünde eine Vollmacht über das Konto.

Es gibt zu dieser Problemaktik ein Urteil des Landgerichts Landau aus dem Jahr 2006, (Az.: 2 O 126/06), das jedoch nicht im Volltext veröffentlicht ist. Darin wurde sinngemäß entschieden, dass ein Verfügungsrecht der Eltern nicht besteht, wenn das Sparbuch auf den Namen des Kindes angelegt wurde und ein Verfügungsrecht der Eltern nicht ausschließlich vereinbart wurde.

Meines Erachtens hat sich der Vater Ihrer Kinder schadensersatzpflichtig gemacht. Das Verhalten könnte auch strafrechtlich relevant sein. Das "Zusatzeinkommen" hätte nicht verschwiegen werden dürfen.

Da Sie von einem fehlenden Betrag von 14.000 € sprechen, ist es ratsam, einen Rechtsanwalt/eine Rechtsanwältin zu kontaktieren. Ihre bereits volljährigen Kinder müssten den Anspruch allerdings in eigenem Namen geltend machen.
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Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung der Frage auf Ihren Angaben beruht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich eine andere rechtliche Bewertung ergeben. Dieses Forum ist nicht geeignet, eine umfassende Beratung durch einen Rechtsanwalt zu ersetzen, sondern soll nur eine erste Anhaltspunkte geben. Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion auf dieser Seite.

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Gerne bin ich Ihnen im Rahmen der Mandatserteilung behilflich.

Nachfrage vom Fragesteller 04.05.2009 | 14:55

Sehr geehrte Frau Deinzer,

haben Sie vielen Dank für die schnelle und klar verständliche Beantwortung meiner Fragen!

Mit freundlichen Grüßen

GK

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.05.2009 | 14:09

Danke!

Bewertung des Fragestellers 04.05.2009 | 14:55

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FRAGESTELLER 04.05.2009 5/5,0
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