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Spätfolgen eines Unfalls

11.04.2015 11:46 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Zusammenfassung: Zur Verjährung von Schadenersatzansprüchen aus einem Verkehrsunfall.

Vor ca. 15 Jahren bin ich als Fußgänger am helligten Tag beim überqueren einer zweispurigen Straße von einem Auto in voller Fahrt erfasst worden und wurde über die gesamte Straße geschleudert. Ich habe ordnungsgemäß geschaut, und es war kein Fahrzeug zu sehen als ich die Straße überquerte, ich habe aber nicht eine Fußgängerampel benutzt, die ca. 50 Meter weiter entfernt war, und soweit ich mich erinnere, bin ich in einer leichten Kurve der Straße über die Straße gegangen.

Das Ergebnis war eine Fraktur des 5. Lendenwirbels, nebst kleineren Verletzungen und ein Krankenhausaufenthalt von ca. 3 Wochen. Damals war ich 20 Jahre alt und ich habe mir keine Sorgen um Spätfolgen gemacht.

Die Sache wurde meinerseits, bzw. durch meinen Vater, anwaltlich verfolgt. Allerdings ohne Ergebnis, da die Versicherung des Unfallgegners mir die alleinige Schuld gab und dies dann hätte vor Gericht gehen müssen. Das wollte mein Vater aus finanziellen Gründen damals nicht.

Nun bin ich älter und ich bemerke Spätfolgen im Rückenbereich, die sich immer mehr ausbreiten und immer mehr Geld verschlingen, durch manuale Therapien usw.

Kann ich diesen Fall noch einmal aufnehmen, oder verjährt so ein Unfall?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.
Nach Ihren Angaben gehe ich davon aus, dass Sie vor ca. 15 Jahren bei einem Unfall mit einem Pkw schwer verletzt worden worden sind. Es wurden unter Einschaltung eines Rechtsanwalts Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Die gegnerische Haftpflichtversicherung hat jedoch Ihnen die Schuld an dem Unfall gegeben. Eine gerichtliche Klärung erfolgte nicht.

2.
Die regelmäßige Verjährung beträegt nach § 195 BGB 3 Jahre.

3.
Nach § 197 Abs. 1 Nr. 1 BGB beträgt die Verjährung 30 Jahre bei Schadenersatzansprüchen, die auf der VORSÄTZLICHEN Verletzung des Körpers beruhen.

FürVorsatz besteht aber nach Ihrer Schilderung kein Anhaltspunkt.

3.
Es ist daher von einer Verjährungsfrist von 3 Jahren auszugegen, die leider lange abgelaufen ist. Auch jetzt erst erennbar gewordene Spätfolgen ändern daran leider nichts.

Die Verjährung bewirkt, dass der Schuldner die Leistung verweigern kann.

4.
Schadenersatzansprüche für die Spätfolgen könnten Sie nur geltend machen, wenn seinerzeit ein Festellungsurteil des Inhalts ergangen wäre, dass auch aus dem Unfall künftig entstehender Schaden zu ersetzen ist.

Auch dann hätte es möglicherweise Schwiegigkeiten geben können nachzuweisen, dass nach 30 Jahren aufgetretene körperliche Schäden noch auf diesem Unfall beruhen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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