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Spätfolgen durch Brandschaden

15.01.2015 07:47 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Im September 2009 wurde meine Eigentumswohnung durch einen Rauchschaden vollständig zerstört.Mit der Wiederherstellung wurde damals ein Versicherungs-"Partnerunternehmen" der Gebäudeversicherung beauftragt.
Diese Firma hat vom ersten Tag an den Schaden nicht ordnungsgemäß behoben, sondern ein Flickwerk produziert,dass zu jahrelanger Geruchsbelästigung führte, der Putz an den Wänden in mehreren Räumen wieder aufreißen ließ und den Fußboden in der Winterzeit immer noch zu einem Eisblock werden lässt!Das wurde mir bzgl. der Geruchsbelästigung sogar schon einmal durch einen von der Versicherung selbst beauftragten Gutachter mündlich bestätigt.

Erst jetzt (in 2015!) habe ich von Bewohnern der Wohnung darunter erfahren, dass man seit der "Instandsetzung" private und intime Gespräche aus meiner Wohnung dort wortwörtlich mithören kann, da der Fußboden scheinbar auch in keiner
Weise akustisch isoliert ist! Das macht für mich einen sofortigen Auszug meinerseits erforderlich.

Meine Frage:
Habe ich Anspruch auf eine Kostenübernahme für einen zeitweisen Umzug, die dann anfallende Miete für eine
gleichwertige Wohnung und die Beauftragung einer Fachfirma um die Wohnung wieder so zu isolieren, dass nur
normale Trittschallgeräusche und keinesfalls normale Sprache in irgendeiner Nachbarwohnung zu klar verständlich hören ist.

Vielen Dank für Ihre Auskunft.


Dankbar wäre ich für die Anwort eines in ähnlichen Problematiken erfahrenen Spezialanwaltes, der ggf. auch eine weitere Vertretung meiner Interessen im Raum Köln/Bonn übernehmen würde.

Vielen Dank.

Sehr geehrter Ratsuchender,



grundsätzlich haben Sie all diese Ansprüche, wenn Sie eine ordnungsgemäße Frist zur Herstellung vergeblich gesetzt haben.


Voraussetzung ist allerdings, dass vor dem Schadensereignis eine solche Schallisolation bereits vorhanden gewesen ist, da sie letztlich nur den zum Schadensfall bestehenden Zustand ( dann aber zu Recht) verlangen können.

Insoweit wird also von Ihnen darzulegen sein, welche Isolation zum Zeitpunkt des Schadenseintrittes vorhanden gewesen ist.

Ist das möglich und hat die Sanierungsfirma offenbar auch insoweit mangelhaft gearbeitet (nämlich Schallschutz wohl komplett vergessen), haben Sie diese Ansprüche.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 16.01.2015 | 07:15

Sehr geehrter Herr Bohle,

leider hilft mir diese Antwort nur sehr begrenzt weiter.
Was ist denn eine ordnungsgemäße Frist? Bis in das letzte Jahr hinein mussten diverse Nachbesserungsarbeiten durchgeführt werden,
die mit dem mir jetzt aktuell bekannt gewordenen Problem nichts zu tun haben.
Für diese Arbeiten gab es nur Mailverkehr zwischen mir und der Versicherung und Firma, der mir zum Teil auch nicht mehr vorliegt.
Eine Frist für den mir aktuell bekannt gewordenen Mangel konnte ich ja überhaupt nicht setzen, da mir der Mangel nicht bekannt war.
Habe ich jetzt keinen Anspruch mehr, da mir der Mangel zu lange verborgen blieb? Danke für eine erneute Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

F.S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.01.2015 | 08:40

Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie möchten ja eine Fachfirma beauftragen, die Wohnung wieder wie zuvor zu isolieren. Um dieses machen zu können, muss man dem Schädiger eine angemessene Frist zur Nachbesserung setzen, die dann erfolglos abgelaufen sein muss. Erst dann dürfen Sie eine Firma selbst auf Kosten des Schadenverursachers beauftragen.

Einen pauschalen Zeitabschnitt, was eine "angemessene Frist" ist, gibt es nicht. In der Regel werden es 14 Tage sein. Aber keine Regel ohne Ausnahme - bei Frischware brauchen Sie keine 14 Tage warten, bei sehr aufwendigen Bauarbeiten sind 14 Tagen zu knapp.

Vermutlich - da man die notwendigen Umfang nicht überblicken kann, denn vielleicht hilft auch schon Einblasdämmung ohne großen Aufwand - muss bei Ihnen eine längere Frist gesetzt werden, da vermutlich der Aufwand größer sein dürfte; aber das ist eben eine reine Vermutung aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung.

Vorbehaltlich der Kenntnis der Gesamtumstände sollten Sie eine Frist zur Beseitigung von vier Wochen stellen; gleichzeitig könnten Sie eine Frist zur Stellungnahme und Anerkenntnis der Schadenübernahme von 14 Tagen setzen.



Wenn so eklatant gegen alle Bauvorschriften verstößt, wie Sie es schildern, wird man von arglistig verschwiegenen Mängeln ausgehen können (wenn denn die Dämmung fehlt, bzw. sonst ein Durchbruch zur Nachbarwohnung vielleicht hergestellt worden ist, was aber untersucht werden müsste), so dass die Verjährungsfrist dann 10 Jahre beträgt.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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