Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sozialversicherungsbeiträge eines GmbH-Geschäftsführer-Gesellschafter

| 25.07.2012 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Geschäftsführer einer GmbH und hätte eine Frage aus dem Gesellschaftsrecht.
Die GmbH wird vertreten durch 3 Minderheits(8%)-Geschäftsführer-Gesellschafter.
Wir entrichten derzeit keine Sozialversicherungsbeiträge.

Wir haben uns etwas mit der Rechtslage befasst und wissen, dass dies ein schwieriges Thema ist, welches unter Umständen nur durch eine Einzelfallprüfung entschieden werden kann.

Unsere Frage ist nun: Wenn nachträglich eine Sozialversicherungspflicht festgestellt werden sollte, wer hat die Beiträge dann nachzuzahlen? Die Gesellschaft, die Geschäftsführer oder beide?
Kann die Gesellschaft die Geschäftsführer für die Nachzahlungen als Vermögensschaden in Haftung nehmen?
Gibt es Möglichkeiten proaktiv dem möglichen Problem zu begegenen?

MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


es spricht vieles dafür, dass Gesellschafter-Geschäftsführer die nicht mindestens 50% am Stammkapital halten, sozialversicherungspflichtig sind.

Man beurteilt dies letztendlich aber anhand des Gesamtbildes der Tätigkeit. Für die Arbeitnehmerstellung spricht z.B. Urlaubsvereinbarung, Weisungsgebundenheit was Zeit, Ort und Art der Arbeitsleistung angeht;
keine Befreiung von § 181 BGB, etc.

Die Sache kann man jederzeit verbindlich von der Deutschen Rentenversicherung mit einem Antrag nach § 7a SGB IV klären lassen. Dadurch wird von dieser Stelle auf Grund einer Gesamtwürdigung aller Umstände des Einzelfalles entschieden, ob eine Beschäftigung vorliegt.

Der GF, der nachträglich als Arbeitnehmer qualifiziert wird, haftet für die Rückständige SV-Beiträge (Arbeitnehmeranteil), nur aber maximal durch Abzug in den nächsten 3 Gehältern (vgl. § 28g SGB IV).-

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Ernesto Grueneberg, LL.M.
Abogado
Mitglied der Rechtsanwaltskammern Berlin & Madrid

Köthener Straße 44
10963 Berlin

info@kanzlei-potsdamerplatz.de
Tel.: 030 2318 5608
Fax.: 030 577 057 759

Nachfrage vom Fragesteller 25.07.2012 | 17:00

Hallo Hr. Grueneberg,

vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

Mich würde noch - wie in meiner Anfrage geschrieben - interessieren, ob die Gesellschaft, die ja sicherlich einen wesentlich größeren Betrag für AN- und AG-Beiträge nachzahlen muss, uns als Geschäftsführer für diesen Betrag wegen eines Vermögensschadens in Haftung nehmen kann?
Können wir diesem Risiko irgendwie proaktiv begegnen (z.B. durch eine formale Weisung der Gesellschaft an die Geschäftsführer)?
Danke und Gruss

Nachfrage vom Fragesteller 25.07.2012 | 17:02

Hallo Hr. Grueneberg,

vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

Mich würde noch - wie in meiner Anfrage geschrieben - interessieren, ob die Gesellschaft, die ja sicherlich einen wesentlich größeren Betrag für AN- und AG-Beiträge nachzahlen muss, uns als Geschäftsführer für diesen Betrag wegen eines Vermögensschadens in Haftung nehmen kann?
Können wir diesem Risiko irgendwie proaktiv begegnen (z.B. durch eine formale Weisung der Gesellschaft an die Geschäftsführer)?
Danke und Gruss

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.07.2012 | 17:55

Ich schätze das Risiko für gegeben. Denn Ihr selbst als GF hätten die Gesellschaft von dieser Forderung bewahren müssen, zumal dies die GF selbst betrifft.

Wenn die Gesellschafterversammlung einen entsprechenden Beschluss fassen würde, dass etwaige Ansprüche nicht geltend zu machen sind, dann wäre das Problem weitgehend gelöst, ja.

Man ist immer als GF solchen Ansprüchen ausgesetzt.-

Bewertung des Fragestellers 27.07.2012 | 07:45

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?