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Sozialversicherung

| 19.11.2012 06:58 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin in Vollzeit angestellt ( 40 Stunden/Woche) und bin gesetzlich Sozialversichert.
Gleichzeitig übe ich freiberufliche Nebentätigkeit als Architekt.
Die Einkommen- Honorar von Nebentätigkeit sind unregulär und von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich.
Muss ich von Einkommen der Nebentätigkeit die Krankenkassenbeitrag und Beitrag zu Architektenversorgung (Rentenversicherung) zusätzlich zahlen.

Für Ihre Antwort danke ich Voraus

Mit freundlichen Grüßen
JSK

Sehr geehrter Fragensteller,

als nebenberufliche tätiger selbständiger Architekt gilt für die Krankenversicherung, dass Ihre Beiträge als Pflichtversicherter über Ihren Hauptberuf aus dem Erwerbseinkommen aus diesem Hauptberuf bemessen werden.

Sie müssen also keine zweite Krankenversicherung abschließen, und Ihre Beiträge erhöhen sich nicht durch die selbständige Nebentätigkeit.

Gleiches gilt für die Pflegeversicherung.

Es gilt § 226 Abs.1 SGB V, wonach sich die Beiträge eines versicherungspflichtigen Beschäftigen insbesondere am Arbeitsentgelt aus der versicherungspflichtigen Beschäftigung bemessen.

Nur wenn Sie Hauptberuflich selbständig sind, müssen Sie aus der Selbständigkeit Krankenversicherungsbeiträge zahlen.
In Ihrem Fall bei 40 Stunden im Hauptberuf dürfte schon aus zeitlichen Gründen eine hauptberufliche Selbständigkeit ausgeschlossen sein.

Etwas anderes gilt für Ihre Mitgliedschaft und Beitragspflicht im Versorgungswerk. § 15 Abs. 1 der Satzung der Bayerischen Architektenversorgung besagt: "Pflichtmitglieder der Architektenversorgung sind alle nicht berufsunfähigen Mitglieder der
Bayerischen Architektenkammer."

Das heißt als Mitglied der Architektenkammer sind Sie automatisch auch Pflichtmitglied im Versorgungswerk.

Die Möglichkeit einer Befreiung von der Pflichtmitgliedschaft regelt § 16 Abs 1 der genannten Satzung. Diese Möglichkeit bestünde insbesondere wenn Sie Mitglied einer anderen Versorgungseinrichtung wären, oder nach § 5 Abs.1 SGB VI zum Beispiel als Beamter versicherungsfrei wären.

Ich verstehe Sie so, dass das bei Ihnen nicht der Fall ist.

Folge ist, dass Sie als Pflichtmitglied des Versorgunswerks § 18 Abs. 1 der genannten Satzung dann auch Beitragspflichtig sind. Eine Befreiung von der Beitragspflicht gibt es nur in besonderen Fällen, insbesondere im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes, sowie für Angestellte Architekten bei Geringfügigkeit der Tätigkeit.

Das greift aber ausgehend von Ihren Angaben bei Ihnen nicht, so dass Sie Beiträge zu zahlen haben an das Versorgungswerk.

Sollten Sie als Architekt sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein, können Sie allerding gemäß § 6 Abs.1 SGB VI Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung beantragen.

Die Möglichkeit der Befreiung gilt NICHT, wenn Sie in einem anderen als dem Architektenberuf versicherungspflichtig beschäftigt sind!

Bitte beachten Sie abschließend, dass ich nur von Ihren Angaben ausgehen kann. Etwaige Umstände, die Sie in Ihrer Frage nicht angegeben haben, könnten dazu führen, dass sich eine ganz andere Rechtslage ergibt. Dies bitte ich Sie zu bedenken.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weiter geholfen und wünsche Ihnen eine erfolgreiche Arbeitswoche und alles Gute auch für Ihre Selbständigkeit!



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Luisa Milazzo, Rechtsanwältin


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Bewertung des Fragestellers 21.11.2012 | 06:59

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