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Sozialrecht - Grad der Behinderung - Bescheid prüfen


04.12.2015 19:41 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Antrag beim Versorgungsamt Kassel auf Einstufung zum Grad der
Behinderung wurde zu niedrig eingestuft.
Ich habe schweres Bronchialasthma, es wurden nur 20% anerkannt.

Arztbericht Lungenfacharzt vom Oktober 2015:
Sehr geehrter Herr Kollege XXXX,
Patient:
XXXXX
Diagnosen:
Exogen-allergische Asthma bronchiale (mit Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben, Z.n.
Hyposensibi lisierungstherapie)
Bronchialer
Hyperreagibilitätstest mit Metacholin vom 05.{0.2015:

Schwergradige bronchialen Hyperreagibilität.PC20 0,066 mg Metacholin.
Ein Asthma bronchiale kann somit als bewiesen gelten.

Der Patient sollte Foster 100/6 Dosieraerosol
konsequent in einer Dosierung von2-O-2 Hüben anwenden.
Nur bei absoluter Beschwerdefreiheit sollte
die Dosis probatorisch auf 1-0-1 reduziert werden.
Als Bedarfsmedikation empfehle ich Berotec'100
Dosier-Aerosol 2 Hübe bei Bedarf. Montelukast 10 0-0-0-1.

Ich bitte um Prüfung der Rechtmäßigkeit des Bescheides und Mitteilung
ob ein Einspruch Aussicht auf Erfolg hat.
04.12.2015 | 20:45

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

bei der Bemessung des Grads der Behinderung (GdB) sind die Versorgungsmedizinischen Grundsätze (VMG) zu beachten. Diese sind als Anlage zur Versorgungsmedizin-Verordnung vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekanntgemacht worden. Sie finden die VMG auch im Internet, z. B. unter http://www.buzer.de/gesetz/8512/a165895.htm. Zum Bronchialasthma heißt es dort:

„8.5 Bronchialasthma ohne dauernde Einschränkung der Lungenfunktion
Hyperreagibilität mit seltenen (saisonalen) und/oder leichten Anfällen: GdB 0-20
Hyperreagibilität mit häufigen (mehrmals pro Monat) und/oder schweren Anfällen: 30-40
Hyperreagibilität mit Serien schwerer Anfälle: 50
Eine dauernde Einschränkung der Lungenfunktion ist zusätzlich zu berücksichtigen."

Wenn Sie also tatsächlich lediglich unter seltenen bzw. leichten Anfällen leiden, ist der begutachtete GdB von 20 korrekt, haben Sie jedoch häufigere bzw. schwerere Anfälle ist es sinnvoll und zu empfehlen, Widerspruch (nicht: Einspruch) gegen den Feststellungsbescheid zu erheben.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


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