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Sorgfaltspflicht bei Mietvertrag durch Verwalter

04.09.2008 14:14 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Folgender Fall:

Meine Mutter beauftragte telefonisch den Hausverwalter für ihre leer stehende Eigentumswohnung einen Mieter zu suchen. Ein Mieter wurde zum 01. Februar 2008 gefunden und hat die Wohnung bis zum 31.August bewohnt, jedoch ohne jemals Miete zu bezahlen.
Mehrfach hätte meine Mutter den Verwalter auf diesen Missstand telefonisch angesprochen, da ihr vom Verwalter keinerlei Informationen über den Mieter, geschweige denn der Mietvertrag übermittelt wurden.

Anmerken möchte ich, dass meine Mutter als Vermieterin sich aus gesundheitlichen Gründen persönlich kaum einbringen konnte und Sie dem Verwalter daher gezwungenermaßen ihr Vertrauen schenkte.

Im Juli habe ich mich in den „Fall“ eingeschaltet und den Verwalter angesprochen. Es hat sich folgendes herausgestellt:

1. Nur eine Originalabschrift des Mietvertrages wurde angefertigt. Diese wurde dem Mieter überlassen. Der Verwalter machte sich lediglich eine Kopie, die mir jetzt vorliegt.

2. Der Verwalter hat keinerlei Mietkaution verlangt, sondern diesen Passus im Mietvertrag gestrichen. Auf mein Nachfragen sagte er mir, er würde das immer so machen, wenn der Mieter (mündlich) zusagen würde, statt dessen z.B. die nötigen Renovierungsmaßnahmen der Wohnung zu übernehmen.

3. Es existieren keinerlei Belege für eine vorherige Überprüfung des Mieters (Schufa, Gehalt o. Ä.)

4. Kein Übergabeprotokoll wurde angefertigt. Der vormalige Zustand der Wohnung lässt sich daher für mich nicht mehr ermitteln.

Der zum 31.08. auf mein Drängen ausgezogene Mieter hat nicht nur die Gesamtmiete von sieben Monaten in Höhe von EUR 2.450,-- nicht bezahlt, sondern auch eine komplett renovierungsbedürftige Wohnung hinterlassen.
Laut Aussage des Mieters sei eine Zahlung der Schulden kaum möglich, da er von „Hartz IV“ lebe. Er bot mir eine Ratenzahlung zu monatlich EUR 20,-- an.

Bei dem Mieter sehe ich daher kaum Chancen, das uns zustehende Geld zu bekommen.

Welche Ansprüche existieren eventuell gegen den Verwalter, der aus meiner Sicht seine Pflichten grob vernachlässigt hat?
Wie würden Sie vorgehen?


-- Einsatz geändert am 04.09.2008 16:18:48
04.09.2008 | 16:40

Antwort

von


(344)
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel: 0211/133981
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellten Fragen, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Hat der Verwalter gegen eine ihm aus dem Vertrag obliegende Pflicht schuldhaft verstoßen, so macht er sich schadensersatzpflichtig. In Ihrem Falle würde dies die nicht einzutreibende Miete sein sowie die Renovierungskosten. Zunächst müsste der zwischen Ihrer Mutter und dem Verwalter bestehende Vertrag geprüft werden. Ggf. sind Klauseln vereinbart, wie der Verwalter im Falle einer Neuvermieter vorzugehen hat. Gibt es hierzu klare Bestimmungen, ließe sich ein Pflichtverstoß relativ leicht feststellen. Gerne biete ich Ihnen an, den Vertrag einmal genau zu prüfen.

Um einen Schaden zu minimieren, sollten Sie sich gleichwohl auch alsbald mit der ARGE in Verbindung setzen. Bisweilen werden die angemessenen Wohnungskosten bis zur Höhe des Regelsatzes auch noch nachträglich übernommen. Allerdings gilt dies nicht für Renovierungskosten. Darüber hinaus sollten Sie sich auch den Hartz IV-Bescheid zur Sicherheit vorlegen lassen. Hat der Schuldner bislang nicht die eidesstattliche Versicherung abgegeben und sollte die Miete nicht anderweitig getragen werden, so sollten Sie zudem auch eine Zahlungsklage einreichen. Aus einem Titel kann 30 Jahre lang vollstreckt werden. In jedem Fall sollten Sie dies für die Renovierungskosten tun.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion. Sollten Sie darüber hinaus auch eine Interessenvertretung wünschen, so empfehle ich eine Kontaktaufnahme per Mail.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021


Rückfrage vom Fragesteller 04.09.2008 | 16:52

Es gibt hinsichtlich des Beschaffens neuer Mieter durch den Verwalter keinen schriftlichen Vertrag, sondern nur die mündliche Zusage seitens des Verwalters, dieses unentgeltlich zu tun.
Lässt diese Tatsache die Chance auf Schadenersatz durch den Verwalter schwinden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.09.2008 | 17:02

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich denke nicht, dass dies die Chancen reduziert. Allerdings muss die Angelegenheit dann umso intensiver mit einem Anwalt erörtert werden. Sollte es zu einem Prozess kommen, so müssen ggf. einzelne Vereinbarungen oder Äußerungen bewiesen werden.

Ich empfehle Ihnen, sich mit einem Anwalt Ihres Vertrauens in Verbindung zu setzen. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne per Mail zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani

ANTWORT VON

(344)

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