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Sorgerecht und Besuchsrecht

| 20.07.2012 18:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,

mein Freund hat ein Kind mit seiner Ex-Freundin. Sie hat das Sorgerecht.
Er war heute beim Jugendamt und diese haben ihm mitgeteilt, dass seine Ex Freundin ihm das Besuchsrecht verbieten kann, da sie das volle Sorgerecht hat.
Stimmt das? Wie oft darf der Vater denn das Kind sehen in welchen Abständen? Welche Rechte hat hier ein Vater überhaupt?

Bisher ist es so geregelt, dass er ihn Freitags Abends abholt und Sonntag Abends zurück bringt.
Wie sieht es denn mit Ferien aus?
Hat das Besuchsrecht denn überhaupt etwas mit dem Sorgerecht zu tun?

Leider ist das Jugendamt nicht gerade kommunikativ gewesen in den Fragen und es gibt einen neuen Termin mit ihr zusammen und wir möchten uns hier vorab informieren.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Es geht hier um das Umgangsrecht.

Nach § 1684 Abs. 1 BGB hat das Kind das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.

Das Umgangsrecht ist unabhängig vom Sorgerecht.

Sofern keine gerichtliche Umgangsregelung besteht, wovon ich nach Ihrer Schilderung ausgehe, kann allerdings die alleinsorgeberechtigte Kindesmutter rein tatsächlich den Umgang verhindern. Ich nehme an, dass die Aussage des Jugendamts so gemeint war.

RECHTLICH ist die Kindesmutter NICHT berechtigt, den Umgang zu verbieten. Sollte dies geschehen oder es sonst Schwierigkeiten mit dem Umgangsrecht geben, könnte der Kindesvater eine GERICHTLICHE REGELUNG DES UMGANGS durch das Familiengericht nach § 1684 Abs. 3 BGB herbeiführen. Danach kann das Familiengericht über den Umfang des Umgangsrechts entscheiden und seine Ausübung näher regeln. Eine gerichtliche Umgangsregelung kann durch Ornungsgeld und Ordnungshaft durchgesetzt werden (§ 89 FamFG)

Der Umgang sollte regelmäßig erfolgen, z.B. über Wochenenden, wie er nach Ihrer Schilderung auch praktiziert wird.

Zusätzlich ist üblich, dass das Kind einen Teil der Schulferien mit dem umgangsberechtigten Elternteil verbringt.

Wenn das Jugendamt nicht kooperiert, empfehle ich Ihrem Freund, einen im Familienrecht tätigen Rechtsanwalt vor Ort zu beauftragen.

Obwohl danach nicht gefragt ist noch folgender Hinweis:

Das Familiengericht kann dem Vater eines nichtehelichen Kindes auf Antrag die elterliche Sorge GEMEINSAM übertragen, soweit zu erwarten ist, dass dies dem Kindeswohl entspricht
(BVerfG NJW 2010,3008). Eine gesetzliche Neuregelung ist in Arbeit.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Moosmann, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.07.2012 | 19:55

Hallo und vielen Dank für Ihre Antwort. Diese hat uns sehr weitergeholfen.

Eine kleine Rückfrage haben wir noch:

Zusätzlich ist üblich, dass das Kind einen Teil der Schulferien mit dem umgangsberechtigten Elternteil verbringt.

Was ist denn üblich? Auf wie viel Zeit hat der Vater denn Recht?
Man sagt uns, dass uns 3 Wochen jedes Jahr zustehen. Ist dem denn so oder muss dies wieder abgesprochen bzw. vom Gericht festgelegt werden?

Vielen Dank nochmal.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2012 | 20:33

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Ja, 3 Wochen in den Schulferien sind üblich.

Natürlich muss das abgesprochen werden, auch hinsichtlich des konkreten Zeitraums (von...bis).

Erforderlichenfalls kann das Familiengericht angerufen werden.

Vielen Dank für die positive Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 20.07.2012 | 19:56

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 20.07.2012 5/5,0
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