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Sorgerecht nach dem Tod der Mutter

22.12.2015 20:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung:

Sorgerecht nacht dem Tod

Eine Freundin von mir hat Krebs im Endstadium. Sie wird sterben. Sie hat eine Tochter im Alter von 8 Jahren. Ihr Lebensgefährte hat sich angeboten, das Kind nach ihrem Tod zu nehmen.

Hier ist das Problem: Der Vater des Kindes weiss nichts von der Krankheit der Mutter. Sie haben kaum Kontakt. Er zahlt den Mindestsatz an Unterhalt, hat kein Interesse an dem Kind und hat kein Sorgerecht. Die Mutter des Kindes glaubt, dass sie einfach testamentarisch verfügen kann, dass ihr Lebensgefährte das Kind aufziehen soll. Ich rate ihr, mit dem Vater zu sprechen, um alles vor dem Tode geklärt zu haben. Sie weigert sich jedoch.

Ich befürchte, dass die Rechtslage vorsieht, dass nach dem Tode der Mutter das Erziehungsrecht an den Vater übergeht und ohne vorherige Klärung im schlimmsten Falle der Vater plötzlich für das Kind verantwortlich wäre. Er ist kein guter Mann. Emotional kalt. Alkohol.

Was sagt der Anwalt? Reicht eine testamentarische Verfügung der erziehungsberechtigten Mutter, damit deren Lebensgefährte das Kind aufziehen darf oder muss vor dem Tode eine (schriftliche) Einigung mit dem Vater stattfinden?

22.12.2015 | 20:59

Antwort

von


(808)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich erhält der Kindesvater das Sorgerecht, wenn die Übertragung nicht dem Kindeswohl widerspricht.
Somit würde auch hier ggf. der Kindesvater das Sorgerecht erhalten.

Die Kindesmutter kann dies nur verhindern, indem Sie eine sogenannte Sorgerechtsverfügung aufstellt.

Sie muss hier so detailliert wie möglich die Punkte aufnehmen, die gegen den Kindesvater sprechen und dem Kindeswohl zuwider sind.

Gerne helfen wir hier weiter.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

ANTWORT VON

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