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Sorgerecht nach Trennung/ Scheidung

12.09.2011 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


14:24

Ich bin aus dem gemeinsamen Haus indem ich mit meiner Frau und 2 Kindern lebte ausgezogen, lebe nun 10km entfernt, und möchte mir die Betreuung/ Versorgung der beiden Kinder (5/7) nun zu gleichen Teilen mit meiner Nochfrau teilen. Dies zum einen da ich mich in den letzten 2 Jahren bereits schwerpunktmäßig um die Versorgung gekümmert habe und zum anderen weil ich auch nicht in die Lage kommen möchte Barunterhalt für die Kinder zu bezahlen.
Meine Nochfrau lehnt dies ab, mit dem Hinweis das es für die Kinder besser sei einen festen Lebensmittelpunkt zu haben.
Meine Frage:
Kann meine Frau eine so weitreichende Entscheidung treffen? Wie entscheiden in der Regel Gerichte wenn sich die Eltern wie in unserem Fall nicht auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen können?

12.09.2011 | 13:08

Antwort

von


(105)
Georg-Schumann-Str. 14
01187 Dresden
Tel: 03513324175
Web: http://www.familienrecht-streit.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Beachtung Ihrer Sachverhaltsangaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

Ich gehe bei Ihren Ausführungen davon aus, dass Sie verheiratet sind. Wenn dies nicht der Fall ist, betätigen Sie bitte die Rückfragefunktion.

Zunächst müssen Sie zwischen dem Sorgerecht und dem Umgang trennen. Das Sorgerecht, welches Ehepaaren gemeinsame zusteht, betrifft die Regelung der Angelegenheiten des täglichen Lebens und auch schwerwiegender Entscheidungen, wie zum Beispiel ärztliche Behandlungen, Schulbesuch.

Das Umgangsrecht ist ein Anspruch des Kindes auf Umgang mit demjenigen Elternteil, der die Kinder nicht vorwiegend betreut. Das Umgangsrecht umfasst dabei das reine "Sehen und Zeitverbringen" mit den Kindern.

Dass es zu einer Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge auf einen Elternteil kommt, ist in den letzten Jahren selten geworden. Die Gerichten gehen davon aus, dass es für das Kindeswohl am besten ist, wenn beide Elternteile Sorgeberechitgt sind und sich gemeinsam um die Kinder kümmern. Gegebenfalls schicken die Gerichte die Eltern zu Beratungstellen, um ihren Beziehungsstreit zum Wohle der Kinder zu beenden.

Es kann durchaus eine Umgangsvereinbarung getroffen werden, dass die Kinder im sogenannten Wechselmodel jeweils zwei Wochen bei einem Elternteil lverbringen. Dieses Wechselmodell ist aber eher bei älteren Kindern sinnvoll. Bei Kindern im Alter von Ihren Kindern muss genau geprüft werden, ob so ein Wechselmodell dem Kindeswohl dienlich ist. Das Gericht entscheidet dabei streng am Maßstab des Kindeswohls. Andere Erwägungen spielen eine untergeordnete bzw. keine Rolle. Insbesondere ist das Argument der Unterhaltsverpflichtung nicht nur irrelevant, sondern würde das Gericht daran zweifeln lassen, ob sie nur das Kindeswohl im Blick haben. Es würde sich eher das Argument hören lassen, dass Sie die Kindern in den letzten zwei Jahren betreut haben.

Falls Sie sich mit Ihrer Nochfrau nicht einigen können, muss ein Gericht entscheiden. Wie dieses Gericht entscheiden wird, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und kann von mir aus der Ferne nicht beantwortet werden. Sie sollten sich dazu jedoch anwaltliche Hilfe vor Ort suchen.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick verschafft zu haben. Bitte beachten Sie, dass geringfügige Sachverhaltsabweichungen zu einer veränderten rechtlichen Beurteilungführen können. Bitte beachten Sie weiter, dass eine Onlineberatung keine Beratung vor Ort ersetzen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Carolin Richter
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Carolin Richter

Rückfrage vom Fragesteller 12.09.2011 | 14:02

Was passiert in der Übergangszeit bis ein Gericht letztlich über Sorge- und Umgangsrecht entscheidet? Gibt es eine Instanz die für diesen Zeitraum eine Entscheidung trifft oder kann eine solche nur zwischen den beiden Elternteilen getroffen werden, und falls dies eben schwierig bzw. unmöglich ist, an wen kann man sich wenden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.09.2011 | 14:24

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Als Vermittler für einen Umgang kann das Jugendamt eingeschaltet werden. Sie können auch im Wege der einstweiligen Anordnung beim Familiengericht beantragen, Umgang mit Ihren Kindern zu erhalten. Das Gericht muss dann innerhalb eines Monats einen Termin machen und trifft dann, falls es keine Einigung zwischen den Eltern gibt,sicherlich übergangsweise ein paar Umgangstermine bis es zu einer endgültigen Klärung kommt. Schneller geht es nicht.

Ich hoffe Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Carolin Richter
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

(105)

Georg-Schumann-Str. 14
01187 Dresden
Tel: 03513324175
Web: http://www.familienrecht-streit.de
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