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Sorgerecht nach Mißbrauch der Vermögenssorge


09.11.2005 12:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich bin seit 5 jahren geschieden. Die gemeinsamen Kinder (14 u.16J)leben bei mir. Wir haben gemeinsames Sorgerecht.
Der Vater hat zum Sohn gar keinen Kontakt, zur Tochter in letzter Zeit nur auf ihre eigene Initiative, fast ausschließlich telefonisch.
Vorletzten Monat habe ich den Mißbrauch der Vermögenssorge durch den Vater festgestellt. Mit Hilfe meiner gefälschten Unterschrift hat er einen Sparvertrag in Höhe von 5500,- Euro unseres älteren Kindes, den wir gemeinsam vor 15 Jahren abgeschlossen haben auf den Namen seines Kindes aus neuer Beziehung umgeschrieben.Im Verlauf der Aufklärung hat er auch unsere Tochter über den Verbleib des Geldes gezielt belogen. Nach Aufdeckung der Tat hat er diese zugegeben und nach Androhung rechtlicher Schritte meinerseits, den Vertrag wieder umgeschrieben.
Meine Kinder möchten beide keinen Kontakt mehr zum Vater und wünschen auch keine Einmischung seinerseits in ihre Angelegenheiten, da dass Vertrauensverhältnis nachträglich und massiv beinträchtigt ist.

Meine Frage: Hat aufgrund des Mißbrauchs der Vermögenssorge ein Antrag auf alleiniges Sorgerecht Aussicht auf Erfolg, zumal die Kinder dies ausdrücklich wünschen? Kann ich dies auch ohne Anwalt direkt beim Familiengericht beantragen?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt:


1)

Die in Ihrem Fall entscheidende Norm ist § 1666 BGB, ich zitiere:


§ 1666 Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls

(1) Wird das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen durch missbräuchliche Ausübung der elterlichen Sorge, durch Vernachlässigung des Kindes, durch unverschuldetes Versagen der Eltern oder durch das Verhalten eines Dritten gefährdet, so hat das Familiengericht, wenn die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, die Gefahr abzuwenden, die zur Abwendung der Gefahr erforderlichen Maßnahmen zu treffen.
(2) In der Regel ist anzunehmen, dass das Vermögen des Kindes gefährdet ist, wenn der Inhaber der Vermögenssorge seine Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind oder seine mit der Vermögenssorge verbundenen Pflichten verletzt oder Anordnungen des Gerichts, die sich auf die Vermögenssorge beziehen, nicht befolgt.
(3) Das Gericht kann Erklärungen des Inhabers der elterlichen Sorge ersetzen.
(4) In Angelegenheiten der Personensorge kann das Gericht auch Maßnahmen mit Wirkung gegen einen Dritten treffen.



Im Rahmen der hier möglichen summarischen Prüfung spricht einiges für das Vorliegen der Voraussetzungen der Abs. 1 und 2 der vorgenannten Norm. Denn es handelt sich ja nicht nur um ein einmaliges Fehlverhalten, mit Ihrem Bericht scheint das Verhältnis zu den Kindern parallel zur Thematik Vermögenssorge nachhaltig zerrüttet zu sein.

2)

Eine anwaltliche Vertretung vor dem Familiengericht ist nicht zwingend nötig, aber anzuraten.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf


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