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Sorgerecht für minderjährige

| 14.10.2016 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo, meine 16jährige Tochter macht momentan was sie will. Sie lässt sich nichts sagen und meint wir (das Jugendamt und ich) würden ihr Leben versauen. Sie ist z. Zt. in einer auffangstation vom Jugendamt und soll nun in eine Wohngruppe. Da sie zu Hause nur am lügen und klauen ist, möchte ich sie nicht mehr zu Hause wohnen lassen.
Nun sagte mir das Jugendamt, wenn sie Mist machen würde, würde sie aus der Wohngruppe fliegen und dann müsste ich sie zu Hause wieder aufnehmen. Meine Tochter hat mir nun gesagt, das sie nun Mist machen würde, wenn sie nicht da hinkommt wo sie will. Nämlich in eine bestimmte Stadt, die aber wohl völlig überfüllt ist, also erstens nicht sinnvoll und zweitens nicht möglich. Kann ich irgendwie dafür sorgen, dass sie mit allen Rechten und Pflichten über sich bestimmen kann?
Zur Information, ich habe das alleinige Sorgerecht.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

leider gehört Ihre Tochter leider zu dem Teil der pubertierende Mädchen, die sich und Ihre Umwelt stark belasten:

Das Sorgerecht aber ist ein absolutes Recht, welches Sie nicht so einfach auf Ihre Tochter insoweit übertragen können, als diese nun eigenverantwortlich klar kommen soll.

Das Sorgerecht ist also grundsätzlich unverzichtbar, so dass Sie auch weiterhin die elterliche Sorge bis zur Volljährigkeit Ihrer Tochter haben.

Dieser sollten Sie aber deutlich machen, dass Sie das Sorgerecht auch abgeben und auf das Jugendamt übertragen können.

Das Jugendamt kann dann verbindlich entscheiden und Ihre Tochter dann auch gegen deren Willen aus eine Gruppe nehmen und auch in eine bestimmte, andere Gruppe unterbringen.

Keineswegs – und diese Auskunft ist falsch – kann das Kind dann gegen den Willen der Beteiligten in Ihre Wohnung verbracht werden.

Das geht nicht und das Jugendamt muss sich dann um eine andere Lösung kümmern, die Ihrer Tochter bestimmt sehr viel unangenehmer sein dürfte, also eine Zwangsunterbringung in einer Einrichtung.

Wenn man das der Tochter klar macht und sie damit die Konsequenzen hoffentlich erkennt, kann es vielleicht dazu führen, dass Ihre Tochter sich eben noch zwei Jahre zusammenreißt.

Aber eine Möglichkeit, allein Ihrer Tochter das weitere Leben führen zu lassen, gibt es so nicht. Entweder Sie oder das Jugendamt wird hier heranzuziehen sein.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 14.10.2016 | 14:55

Interessant, das Jugendamt hat mir gesagt, dass ich das Sorgerecht nicht an die übertragen kann. Und mit denen arbeite ich nun schon mehrere Jahre zusammen. Muss das dann gerichtlich entschieden werden, gibt es da einen Paragraphen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.10.2016 | 15:27

Sehr geehrte Ratsuchende,

dem Jugendamt ist nur insoweit Recht zu geben, als Sie nicht durch einfache Erklärung das Sorgerecht übertragen können.

Das steht im Zusammenhang mit der Unverzichtbarkeit.

Sie können aber in diesem Zusammenhang einen Antrag beim Familiengericht stellen, dass dieses dem Jugendamt übertragen wird. Diesem Antrag wird dann stattzugeben zu sein, da dieses dem Wohl der Tochter entspricht.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


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FRAGESTELLER 16.10.2016 3,8/5,0
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