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Sorgerecht für Sohn


| 30.10.2017 00:49 |
Preis: 55,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.



Hallo,
ich habe einen 6 Jährigen Sohn.
Auf Wunsch der Mutter sind wir niemals zusammen gezogen und vor 2 Jahren kam es zur Trennung.
Die Mutter arbeitet vormittags 4 Stunden und bekommt zusätzlich Unterstüzung vom Staat.
Der Unterhalt wurde vom Jugendamt festgelegt.
Wir haben gemeinsames Sorgerecht.
Die Mutter macht nur das nötigste, kochen anziehen und erst Kindergarten und jetzt zur Schule bringen.
Freizeit Aktivitäten werden von ihr überhaupt nicht unterstützt.
So bin ich um mich besser um den Jungen zu kümmern in das gleiche Haus gezogen.
Sehr oft helfe ich auch mit Geld aus weil sie nicht mit dem vorhandenen zurecht kommt.
So war die letzten 3 Monate am Anfang des Monats nicht genügend Geld da um die Miete zu zahlen.
Die Mutter möchte jetzt immer mehr Geld von mir.
Sie ist Ausländerin und droht mir in dem Falle das wenn ich ihr nicht mehr Geld gebe mit meinem Sohn wegzugehen.
Jetzt habe ich im Keller durch Zufall einen Karton gefunden der voll ist mit Belegen von verschiedenen Transferbanken
wo Geld an die Familie überwiesen wurde.
Seit der Geburt unseres Kindes immerhin fast 20 000 Euro.
Ich bin nicht mehr bereit weiterhin Geld ausser dem Unterhalt zu zahlen.
Da der Mutter ihre Familie über alles geht würde sie mit den Überweisungen auch nicht aufhören.
Daher habe ich Angst das mein Sohn unter dem Geldmangel leidet und ich ihn bei Umzug nicht wiedersehe.
Besteht die Möglichkeit aus diesem Grunde das alleinige Sorgerecht zu beantragen?
Mein Einkommen ist nicht allzu hoch und möchte bei Unsicherheit nicht den Stress und die finanziellen Belastungen auf mich nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Das alleinige Sorgerecht stellt in Deutschland mittlerweile die absolute Ausnahme dar. Um dieses von einem Familiengericht zu erhalten müssen Sie Gründe darlegen, die herausarbeiten, dass eine Gefahr für sein körperliches, geistiges oder seelisches Wohl des Kindes vorliegen.

In diesem Zusammenhang sollten Sie sich stets im Hinterkopf behalten, dass das alleinige Sorgerecht durch das Familiengericht nur als letztes denkbares Mittel an einen Elternteil vergeben wird. Entzogen würde der Kindesmutter das Sorgerecht dann, wenn durch das Verhalten der Kindesmutter das Wohl des Kindes konkret gefährdet würde. Aus dem Verhalten der Mutter muss sich die subjektiven Ungeeignetheit des Sorgerechtsinhabers herausstellen.

Auch wenn die Frage der Entziehung des Sorgerechts immer eine Frage des Einzelfalls ist, die von jedem Familiengericht nach Anhörung alle Beteiligten zu beantworten ist, so gehe ich erst einmal nicht davon aus, dass ein Versenden von Geld an Verwandte im Ausland ausreichend sein wird, um Ihnen das alleinige Sorgerecht zuzusprechen.

Hier scheint mir die finanzielle Not der Kindesmutter dem Umstand geschuldet, dass diese Gelder ins Ausland verschafft. Würde dieses Verhalten beendet, so wäre auch keine finanzielle Not mehr gegeben, eine Kindeswohlgefährdung dürfte daher ausscheiden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 30.10.2017 | 03:23

Sehr geehrter Anwalt,
besten Dank für die schnelle Antwort.
Leider ist für mich Ihre Antwort nicht ganz klar.
Beziehungsweise sind Ihre Antworten für mich widersprüchlich.
Daher führe ich etwas weiter aus.

Ich muss auch mitteilen das ich mir die Beantragung des alleinigen Sorgerechts mehr als reiflich überlegt habe.
Dies sollte immer nur der letzte Schritt sein.
Ich würde auch liebend gerne auf diese Massnahmen verzichten, sehe aber keinen anderen Ausweg mehr.
Daher nach ein paar schlaflosen Nächten erst noch einmal die Nachfrage hier.

Die absolute Nummer 1 im Leben der Mutter ist ihre Familie im Ausland.
Das sagt sie immer wieder und lebt es auch.
Nach der Schwangerschaft hat sie 2015 eine neue Arbeitsstelle angetreten.
Aus den gefundenen Belegen geht aber hervor das auch vor 2015 Beträge bis 400 Euro im Monat überwiesen wurden.
Da lebte sie von ALG II, Kindergeld und Unterhalt.
Nach Zahlungen in dieser Höhe war nicht mehr genug Geld zum Essen vorhanden.
Zusätzlich zu den Überweisungen wurde mehrfach Bargeld an in Deutschland lebende Verwandte und Bekannte für die Familie mitgegeben.
Da waren dann einige Monate dabei wo es sehr knapp wurde und auch mein Etat erschöpft war.
Diese mir bekannte Rücksichtslosigkeit führte dann auch zur Trennung.
Das wahre Aussmass habe ich erst durch die gefundenen Überweisungsbelege erfahren.

Aufgrund ihrer schlechten Deutschkenntnisse kommt sie immer wieder mit ihrer zu erledigenden Anträgen etc. zu mir.
Auch ihre derzeitige Tätigkeit ist abhängig von der anfallenden Arbeit und so hat sie seit 3 Monaten sehr viel weniger als die 4 Stunden gearbeitet.
Trotz des fehlenden Geldes wurden Überweisungen getätigt.
Es wundert mich daher auch nicht das es nicht für Miete und Lebensunterhalt reicht.

Beim durchsehen der Kontounterlagen ist mir aufgefallen das einige Überweisungen an Verwandte vorhanden sind.
Damit komme ich in der Zeit aus der die Belege und Überweisungen stammen doch auch eine stolze Summe.

Für mich hört die Frau nicht damit auf Geld in ihre Heimat zu schicken.
Ich habe aber keine Ahnung wie das rechtlich und vor Gericht aussieht.
Worauf kommt es an wie die Gerichte entscheiden?
Ich würde ja keinen Zugang zu weiteren Überweisungsbelegen oder ähnlichen bekommen.
Alles bis jetzt vorhandene habe ich erst einmal eingescannt.
Wer ist vor Gericht glaubhafter in solchen Situationnen?
Die Mutter wird ja in jedem Fall sagen das sie kein Geld mehr schickt.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.10.2017 | 10:07

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Wie gesagt, im Mittelpunkt steht das Kindeswohl. Ich habe mich in diesem Zusammenhang vielleicht missverständlich ausgedrückt, aufgrund von Misswirtschaft der Mutter kann das Kindeswohl gefährdet werden. Es muss aber immer ein Zusammenhang zwischen Kindeswohl und Misswirtschaft geschaffen werden.

Hier sollten Sie in Ihrem Antrag dem Gericht gegenüber genau vortragen, dass die Kindesmutter stets die Familie im Ausland priorisiert und Ihr Kind nur aufgrund weiterer freiwilliger Zahlungen aus Ihrer Hand über die Runden kommt.

Belegen können Sie Ihren Sachvortrag in der Tat mit den Bankauszügen, insbesondere dann, wenn Ihnen diese Belege von der Kindesmutter übergeben wurde, sie also auf rechtmäßigem Weg zu Ihnen gelangt sind.

So kommt die Kindesmutter in die Defensive und wird belegen müssen, dass Sie sich immer noch um das Kind kümmern kann. Dies dürfte der Kindesmutter schwer fallen.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park


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