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Sorgerecht abgegeben, nun will mein Sohn zu mir

07.09.2008 20:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


guten tag,
meine frage an sie:
ich habe einen sohn (11jahre alt)aus erster ehe.bin seit 2001 geschieden und sehe ihn regelmässig .damals bei der scheidung ,habe ich durch meine naivität,mein sorgerechtsanteil abgegeben.mein sohn stellt mir nun in letzter zeit heufiger die frage ob er bei mir leben kann.
ich möchte mich nun verstärkt mit diesem thema auseinander setzen.
habe keinen streit mit ex-frau,zahle regelmässig unterhalt,habe eine sehr gefestigte beziehung zu meinem sohn.
jedoch befürchte ich ,das wenn ich das thema bei meiner exfrau auf den tisch bringe,daß es zum streit kommt.
was können sie mir raten bzgl.der sorgerechtsfrage?ich weiss das dies ein komplexes thema ist-und nicht mit einer antwort erledigt ist. aber denoch solte ich das sorgerecht erneut anfechten?welche rolle spielt mein sohn in diesem thema?kann er alleine entscheiden?ich würde auch auf unterhaltszahlungen der exfrau (wenn sie zahlen müsste)verzichten.
bitte zeigen sie mir eine richtung in diesem fall-vielleicht auch eine beratung mit einem RA.
danke im voraus
mfg

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich möchte Ihre Fragen auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Ich kann Ihnen in der Angelegenheit derzeit nicht viele Hoffnungen machen.

Ihnen steht derzeit nur ein Umgangsrecht mit Ihrem Sohn zu.

Grundsätzlich ist es auch möglich, dass das Aufenthaltsbestimmungsrecht auch auf den Umgangsberechtigten übertragen wird, ohne dass dieser das Sorgerecht inne hat. Sämtliche wesentlichen Entscheidungen die das Kind betreffen, sind jedoch weiterhin von der Zustimmung der alleinsorgeberechtigten Mutter abhängig.

Ich gehe auf Grund fehlender Angaben im Sachverhalt davon aus, dass Gründe für eine Kindeswohlgefährdung durch die Kindesmutter nicht vorliegen, so dass eine Übertragung des hälftigen Sorgerechts nur mit Zustimmung der Mutter erfolgen kann. Zudem muss es dem Kindeswohl dienen.

Eine anderer Möglichkeit gibt es nicht. Auch die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrecht auf Sie als Umgangsberechtigter kann nur mit Zustimmung der Kindesmutter erfolgen.

Daher wäre eine Auseinandersetzung mit der Kindesmutter unumgänglich.

Der Kindeswille hat eine doppelte Funktion. Er ist einmal der verbale Ausdruck für die relativ stärkste Personenbindung, die das Kind empfindet.

Zum anderen dient er der Selbstbestimmung des Kindes. Je älter das Kind wird, desto mehr tritt der Kindeswille in den Vordergrund.

In der Regel ist dieses maßgeblich entscheidend ab dem 14. Lebensjahr des Kindes.

Welches Gewicht ein vom Kind geäußerter Wunsch hat, hängt außerdem von dem Motiv des Kindes ab.

Der Kindeswille verliert an Bedeutung, wenn er auf massive Beeinflussung durch einen Elternteil beruht.

Sind die Erziehungsverhältnisse bei beiden Elternteilen gleich gut, kommt ihm unter Umständen ein entscheidendes Gewicht zu (KG FamRZ 95, 1311).

Ein Verzicht auf den Kindesunterhalt wäre jedoch sittenwidrig und daher nichtig. Eine andere Frage ist in diesem Zusammenhang eine tatsächliche Geltendmachung Ihrerseits.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.
Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

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