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Sonntäglicher Handwerkslärm durch meinen Vermieter


20.04.2006 09:06 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Tag,

mein Vermieter besitzt ein Einzelhandelgeschäft und meint, er müsse alle handwerklichen Arbeiten, an dem Haus, in dem wir wohnen, grundsätzlich nur werktags von 19:30 bis 20:30 Uhr oder Sonn- und Feiertags ab 8:30 Uhr durchführen.

Akutes Beispiel:
Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag
Erneuerung des Betonfußbodenlags seiner Terasse. Diese Terasse liegt unter unseren Wohnräumen, speziell direkt unter unserem Schlafzimmer. Wir wurden an allen 3 Tagen pünktlich um 8:30 Uhr geweckt.

Lärmbelästigungen durch: Laufen einer Mischmaschine, Entleeren einer Schiebkarre mit einer Maurerkelle sowie Schaben mit Kellen und Spachteln auf dem Fußboden und an den Hauswänden. Wir fühlten uns mehr als nur gestört.

Den Vermieter habe ich bereits am Ostermontag mündlich auf eine Mietminderung hingewiesen. Schriftlich erfolgt dies noch in dieser Woche.

Frage1 : Ist es richtig, daß ich eine 20%-ige Mietminderung von der Gesamtwarmmiete durchführen kann, auch wenn der Lärm nur an 3 Tagen des Monats entstand oder muß ich die Minderung anteilig auf die Tage umrechnen?

Frage 2 : die Terasse ist noch nicht fertig, weitere Wochenendarbeiten sind zu befürchten. Wie kann ich mich dann verhalten?

Frage 3 : Wie kann ich jemanden beibringen, daß Sonn- u. Feiertage in Deutschland als Ruhetage gelten und Lärmbelästigungen unterbleiben müssen

Vielen Dank schon jetzt für Ihre Antwort.

Eingrenzung vom Fragesteller
20.04.2006 | 09:26
Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, zu der ich Ihnen zunächst mitteile, dass Sie die Miete grundsätzlich nur für die Dauer eines Mangels mindern können. Bei einer Lärmbelästigung an 3 Tagen im Monat werden Sie die Minderung der Bruttomiete daher anteilig umrechnen müssen.

Eine Mietminderung wird Ihnen auch für die Lärmbelästigung bezüglich der anstehenden Arbeiten an der Terrasse zustehen und zwar unabhängig davon, ob diese an Wochenenden oder Werktagen durchgeführt werden. Weiterhin können Sie den Vermieter auf Unterlassung verklagen und die Ordnungsbehörde einschalten und ihn darüber hinaus auf das Arbeitsverbot des Feiertagsgesetzes Ihres Bundeslandes, welches bei einem Verstoß mit einem Bußgeld geahndet werden kann, sowie die in Ihrer Gemeinde verordneten Ruhezeiten hinweisen.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 20.04.2006 | 11:55

Hallo Frau Petry, hier bitte , sicherheitshalber meine Nachfrage bezgl. der Mietminderung:

die Bruttomiete beträgt = 540,-- €

Wie lautet der Betrag der Mietminderung für den obigen Fall ?

Vielen Dank




Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.04.2006 | 12:22

Sehr geehrte Fragesteller,

bei einer Bruttomiete von EUR 540,- errechnet sich die 20%ige Mietminderung für 3 Tage mit einem Betrag in Höhe von EUR 10,80. Da ein entsprechender Abzug von der Miete Ihren Vermieter kaum beeindrucken wird, rate ich Ihnen dringend an, bei erneuten Verstößen gegen das Feiertagsgesetz oder die Ruhezeitenverordnung die Ordnungsbehörden einzuschalten.

Mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

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