Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sonderwunsch wird nicht umgesetzt wie versprochen

| 01.07.2016 10:32 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


12:27

Wir haben im September 2015 ein Reiheneckhaus von einem großen Bauträger reserviert, nachdem uns zugesichert wurde, dass der Grundriss bis auf tragende Wände komplett geändert werden kann und Sonderwünsche berücksichtigt werden. Darauf haben wir sofort eine Grundrissänderung gezeichnet bzgl. Verlegung des Bads im 1. OG von der Mitte in ein äußeres Schlafzimmer mit genauen Maßangaben. Wir erhielten dann ein Angebot mit sehr hohen Preisen (€11500,- Verlegung, €1200,- Kernbohrung, €5500,-Planungskosten) und einem geänderten Grundriss. Da der Grundriss noch nicht korrekt war, haben wir erneut unsere Angaben geschickt und um Korrektur gebeten. Uns wurde dann versprochen, dass dies noch geändert wird und auch auf weitere Sonderwünsche eingegangen wird, zuvor jedoch der Kaufvertrag abgeschlossen werden muss, weil weitere Käufer für unser Objekt da wären. Auch am Preis, der uns für eine reine Verlegung sehr hoch erschien, könne nicht gerüttelt werden. Wir haben dann den Kaufvertrag, in dem auch die übliche Klausel mit "kein Anspruch ..., aber Sonderwünsche werden berücksichtigt, wenn Bautenstand,...", Anfang Dezember unterschrieben und uns auch auf das Wort verlassen. Nach dem Kaufvertrag hat man uns gebeten, alle Sonderwünsche zusammenzufassen, weil das für beide Seiten einfacher und günstiger wäre. Dazu wollten wir dann erst noch den Elektroplan vorab einsehen. Ende März haben wir dann nach mehrmaliger Aufforderung den Elektroplan erhalten und zwei Tage später alle Sonderwünsche angefragt. Am 02.06. (also gut 2 Monate später, obwohl es vertraglich eine 14-Tagesfrist gibt) haben wir dann nach mehrmaliger Aufforderung ein Angebot erhalten, in dem für die längst bekannten Grundrisskorrekturen im Bad erneut Kosten in Höhe von €3100,- + Planungskosten angesetzt waren, der Grundriss jedoch wieder nicht stimmte. Der Versuch, sich mit einem Architekten an den Tisch zu setzen, der das versteht und einzeichnen kann, scheiterte. Auch ein Gespräch mit dem Erwerbermanagement brachte uns nicht weiter. Man stellte uns dort vor vollendete Tatsachen mit der Aussage: "Dieses Angebot oder keines - und weitere Sonderwünsche werden nicht mehr berücksichtigt." Jetzt sollen wir also für etwas, das von vorherein klar war und eh schon viel zu hoch abgerechnet wurde, nochmal bezahlen und bekommen immer noch nicht das, was wir möchten. Jeder Versuch seitdem, Kontakt aufzunehmen (bei Erwerbermanagementleiter, GF, Vorstand) wird ignoriert. Zu guter Letzt wollen Sie uns eine Bauverzögerung in die Schuhe schieben, obwohl von unserer Seite alle Fristen eingehalten wurden, im Gegensatz zu ihnen. Am Dienstag läuft unsere Frist für das Angebot ab. Wenn wir nicht unterschreiben, wird die Verlegung des Bads laut des falschen Kaufvertragsgrundrisses gebaut, für das wir bereits €20000,- bezahlt haben, aber so nicht haben möchten.
Im Vertrag steht im Übrigen, dass sie Sonderwünsche zu Selbstkosten plus 15% abrechnen - leider ist das aber nicht nachvollziehbar, da für die Verlegung und auch für die Änderung nur eine Pauschale angeboten wurde, wir also gar nicht wissen, ob diese Preise ok sind oder Mondpreise. Welche Rechte haben wir jetzt überhaupt und was können bzw. sollen wir tun?
Besten Dank schon mal

01.07.2016 | 11:32

Antwort

von


(2985)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,

um keine Fristen zu versäumen, wäre es nunmehr notwendig, die zuvor geführten Gespräche samt Preisabsprache zusammenzufassen und darzulegen. Sodann sollte auch noch einmal auf den bereits von Ihnen eingereichten Grundriss Bezug genommen werden und die Baufirma aufgefordert werden, entsprechend diesen Vorgaben die Innenräume zu gestalten.

Grundsätzlich haben Sie auch einen Anspruch darauf, dass die Sonderwünsche, soweit erfüllbar, auch gebaut werden. Dieses ist auch vertraglich abgesichert. Wegen der Kosten müsste dann geprüft werden, ob dies noch im Rahmen der Selbstkosten zzgl. 15 % steht. Auch brauchen Sie die weiteren € 3.100,00 nicht zu bezahlen, da Sie auf das ursprüngliche Angebot Bezug nehmen können, da hirbei die Kosten bereits aufgeschlüsselt waren und Sie im Vertrauen darauf den Vertrag auch unterschrieben.

Notfalls könnten Sie sogar vom Kaufvertrag zurücktreten, wenn Ihnen der Grundriss nicht gebaut wird, da Sie nicht gezwungen werden können, nunmehr einen anderen Grundriss zu akzeptieren, da Ihnen vorab gesagt wurde, dass der von Ihnen geplante umsetzbar sei.

Schreiben Sie dies per Einschreiben und setzen eine Frist zur Rückäußerung innerhalb von zehn Tagen und teilen auch mit, dass das Angebot in dieser Form nicht akzeptiert werden kann und falls das Bad im nicht geänderten Grundriss gebaut werden würde, Sie erwägen, vom Vertrag zurückzutreten, da ich davon ausgehe, dass eine nachträgliche Änderung nach Fertigstellung kaum wirtschaftlich sein dürfte.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 01.07.2016 | 11:53

Vielen Dank für Ihre Antwort - das hilft uns schon weiter erst mal. Wir möchten das Haus gern behalten. Oder was würde es bedeuten, wenn wir vom Kaufvertrag zurücktreten? Wäre dann nur der Vertrag mit dem Bauträger gekündigt und wir könnten selbst ausbauen oder müssten wir das Haus zurückgeben, was wir aber nicht möchten. Außerdem sind schon mehr als die Hälfte bezahlt und Grunderwerbsteuer und Notorakosten bezahlt - was wäre dann damit?
Danke noch mal.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.07.2016 | 12:27

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie das Haus behalten möchten, dann können Sie Minderung bzw. Schadensersatz in Höhe der Herstellungskosten des von Ihnen gewünschten Zustandes erhalten, da Sie ansonsten das gesamte Grundstück zurückgeben müssten.

Hierzu wäre es dann erforderlich, vorab einen Kostenvoranschlag bzw. ein Gutachten einzuholen, was dieses kosten könnte. In doppelter Höhe hätten Sie dann auch ein Zurückbehaltungsrecht der Endzahlung, sofern noch Gelder zur Zahlung ausstehen sollten.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.07.2016 | 14:47

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Dr. Felix Hoffmeyer, LL.M. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 01.07.2016
5/5,0

ANTWORT VON

(2985)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht