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Sonderumlage f. Sanierung fehlerhaft

17.02.2008 10:50 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


13:46
Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frage betrifft das WEG.

Zur Sache:
In einer WEG-Versammlung im Sommer 2007 wurde die notwendige Sanierung einer begehbaren Dachterrasse von allen beschlossen.
Es wurde vom Verwalter über einen Verteilungsschlüssel (Anteilsfläche/Gesamtfläche) umgelegt.
Der Verwalter forderte auf Basis eines Handwerkerangebotes die Vorauszahlung der anteiligen Beträge.

Die abschließende Handwerkerrechnung stammt aus April 2007.
Nun ist mir in Vorbereitung zur kommenden WEG Versammlung aufgefallen, daß Positionen der Rechnung , die eigentlich lt. Rechtssprechung nicht auf die Gemeinschaft umgewälzt hätten werden können, (da es sich z.B. um den begehbaren Terrassenaufbau um Sondereigentum handelt) dennoch aufgeführt sind und somit von allen aus der Sonderumlage bezahlt wurden.

Eine Jahresendabrechnung für 2007 hat die WE Gemeinschaft noch nicht angefordert.

Meine Frage:
Welche Chancen hätte ich gegebenenfalls diese vom Verwalter (oder evtl. gegenüber der WE Gemeinschaft) zurückzufordern bzw. Regreß vom Verwalter zu verlangen ?
(Es handelt sich um ca. € 2.000,- bei einer Gesamtrechnung von rund € 8.000,-.)

Für ihre Anwort bedanke ich mich vorab.
MfG
Geruchssinn



legte abschließend die Rechnung
17.02.2008 | 11:27

Antwort

von


(344)
Austr. 9 1/2
89407 Dillingen a. d. Donau
Tel: 09071/2658
Web: http://www.rechthilfreich.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller (in),

vielen Dank für Ihre Anfrage(n). Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür angedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Dies voraus geschickt antworte ich weiter wie folgt:

Für die Rechtsbeziehungen der Wohnungseigentümer ist das im folgenden nachlesbare Gesetz über das Wohnungseigentum (WEG) maßgebend.

Gemäß § 5 Absatz 3 WEG können die Wohnungseigentümer allerdings vereinbaren, dass Bestandteile des Gebäudes, die Gegenstand des Sondereigentums sein können, zum gemeinschaftlichen Eigentum gehören.

Sollte der Verwalter für die Sanierung von Sondereigentum ( § 5 WEG) zu unrecht Kosten auf Sie umgelegt haben, so kommen Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung gemäß den §§ 812 ff. BGB in Betracht.

Schließlich sind Sie gegenüber den anderen Wohnungseigentümern nach den Vorgaben des § 16 Abs. 2 WEG (nur) verpflichtet, die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums sowie die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung, sonstigen Verwaltung und eines gemeinschaftlichen Gebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Verhältnis Ihres Anteils zu tragen.

Alles in allem empfehle ich einen Rechtsanwalt zu mandatieren. Dieser wird die Angelegenheit bei Einsicht in die Teilungsvereinbarung prüfen und ggf. die zu viel geleisteten ca. 2.000,00 €uro in Ihrem Auftrag zurückzufordern wissen.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Bedarf können Sie gerne die kostenfreie Nachfragefunktion nutzen (Button mit grünem Pfeil – unten auf dieser Seite).

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kohberger
Rechtsanwalt
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Austraße 9 ½
89407 Dillingen a.d.Donau

Tel./ Fax: 09071 – 2658

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Homepage: www.anwaltkohberger.de
Internetportal: www.rechthilfreich.de


Rechtsanwalt Michael Kohberger

Nachfrage vom Fragesteller 17.02.2008 | 12:31

Gestatten Sie mir eine kurze Nachfrage:

Gibt es Fristen zu beachten ?
Immerhin stammt die mir in Kopie gezeigte Handwerkerrechnung aus April 2007.
Danke, und noch einen schönen Tag.
Damit wäre meine Frage dann auch beantwortet.
MfG
Geruchssinn

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.02.2008 | 13:46

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Grundsätzlich gilt es gemäß §§ 194 ff. BGB die regelmäßige Verjährungsfrist zu beachten.

Diese beträgt drei Jahre und beginnt gemäß § 199 Abs. 1 BGB mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.

Auf den Eintritt der Verjährung können Sie sich damit nicht berufen.

Sollten die vom Verwalter geltend gemachten Forderungen begründet sein, so sehe ich auch keine zu Ihren Gunsten greifenden Ansatzpunkte für eine Verwirkung von Ansprüchen.

Ein Recht ist verwirkt, wenn der Berechtigte es längere Zeit hindurch nicht geltend gemacht hat und der Verpflichtete sich darauf eingerichtet hat und sich nach dem gesamten Verhalten des Berechtigten auch darauf einrichten durfte, dass dieser das Recht auch in Zukunft nicht geltend machen werde.

Da der Verwalter auf der Basis eines Handwerkerangebotes auf eine Vorauszahlung bestand ist nach erster Einschätzung keine „Verwirkung“ eingetreten.

Rein vorsorglich mache ich noch darauf aufmerksam, dass bei Anfechtung eines Beschlusses gemäß § 46 Abs. 1 Satz 2 WEG eine Frist von einem Monat beachtet werden müsste. Vorliegend monieren Sie jedoch nicht einen Beschluss der Gemeinschaft, sondern die vom Hausverwalter vorgenommenen Abrechnungsmodalitäten.

Ich hoffe Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche ebenfalls noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kohberger
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