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Sonderkündigungsrecht Sondereigentumsverwaltung bei Verkauf?

| 18.12.2020 18:30 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Ich habe eine Eigentumswohnung verkauft, und die von mir beauftragte Verwaltung für das Sondereigentum fordert nun, weil im Vertrag ein jährliches Kündigungsrecht 3 Monate zum
Jahresende vereinbart war und der Verkauf erst jetzt erfolgt ist, für das komplette kommende Jahr 2021 noch die Verwaltergebühr ein. Mein Mann, dessen Wohnung vor der noch möglichen Kündigung zum Jahresende verkauft war, soll ebenfalls die komplette Verwaltergebühr auch für 2021 bezahlen; ihn hat man offensichtlich bewusst "ins Messer gehen" lassen. Wir zahlen also 1 Jahr lang Gebühren für Leistungen, die nicht mehr erbracht werden (können), denn der neue Eigentümer ist ja nicht verpflichtet, der Verwaltung die Betreuung zu überlassen. Ist das rechtens?

Einsatz editiert am 18.12.2020 20:10:48
20.12.2020 | 14:43

Antwort

von


(192)
Schevenstr. 1 a
01326 Dresden & Köln
Tel: 0351 65 888 350
Web: http://www.kanzleifricke.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

leider hat die Hausverwaltung Recht, was so auch schon einmal das Oberlandesgericht Hamburg entschieden hat, siehe hierzu OLG Hamburg, Urt. v. 15.10.2010 unter <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=14%20U%20141/10" target="_blank" class="djo_link" title="OLG Hamburg, 15.10.2010 - 14 U 141/10: Fristlose Kündigung eines Hausverwaltervertrages wegen V...">14 U 141/10</a> .

Das OLG Hamburg hob hervor, daß Eigentümer beim Verkauf einer Immobilie von Rechts wegen nicht automatisch damit rechnen dürften, dass ein Verwaltervertrag vorzeitig gekündigt werden kann. Dies müsste zumindest im Vertrag als besonderes Kündigungsrecht vorgesehen sein, was wohl in der Praxis häufig nicht der Fall ist.

Aber, kleines Trostpflaster: Das OLG Hamburg sprach die Vergütung nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/615.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 615 BGB: Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko">§ 615 BGB</a> zu und zog dabei die ersparten Eigenaufwendungen ab. Es war dann also weniger zu bezahlen als die gewöhnlichen Gebühren, da die Hausverwaltung ja immerhin keine Arbeit mehr gehabt hatte.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA

<!--dejureok-->


Bewertung des Fragestellers 20.12.2020 | 20:38

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"Nach seiner sehr gut verständlichen Antwort war mir die Sachlage klar, und ich konnte dem Urteil die für uns wichtigen Infos entnehmen. Danke, Sie haben mir sehr weiter geholfen."
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