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Sonderkündigung Wohngebäudeversicherung nach Zwangsversteigerung

22.10.2017 16:16 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


In einem MFH mit zwei Parteien wurde eine Wohnung (57/100 Anteil) zwangsversteigert. Für das MFH lag keine Wohngebäudeversicherung vor und der Zwangsverwalter schloss dementsprechend eine entsprechende Police für das gesamte Haus ab. Auf wen geht die Police nach Zuschlagsbeschluss rechtlich über und liegt dennoch ein Sonderkündigungsrecht nach Zuschlagsbeschluss vor, obwohl die Versicherungspolice das ganze MFH deckt?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Der Versicherungsvertrag geht gemäß Par. 95 Abs. 1 VVG auf den neuen Eigentümer über. Grundsätzlich kann dieser dann nach Par. 96 VVG das Vertragsverhältnis innerhalb eines Monats ab Eigentumsübergang kündigen.

Da hier jedoch das ganze Haus versichert worden ist, ist zu prüfen, aus welchem Grund dies geschehen ist und wie die Position des anderen Eigentümers ist. Auch ist der Versicherungsvertrag im Detail zu untersuchen.

Ich rate Ihnen deshalb, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der weiteren Prüfung und Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.10.2017 | 17:41

Ich frage ja nicht ohne Grund. Wohngebäudeversicherungen können ja per se nur auf das gesamte Haus abgeschlossen werden. Den ersten Teil Ihrer Antwort beantwortet google in 2 Minuten, der Kern meiner eigentlichen Frage wurde leider nicht beantwortet!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.10.2017 | 21:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Prinzipiell wäre es Aufgabe der Wohnungseigentümergemeinschaft bzw. deren Verwalters gewesen, die Wohngebäudeversicherung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Verwaltung abzuschließen. Es ist zu prüfen, weshalb dieser Schritt erst durch den Zwangsverwalter erfolgt ist. Zum Abschluss ist er über Par. 21 Abs. 2 WEG ggf. berechtigt gewesen. Der für das ganze Haus abgeschlossene Versicherungsvertrag könnte daher für die Eigentümergemeinschaft abgeschlossen worden sein und daher weiter auf diese lauten ohne dass der Erwerber ein Sonderkündigungsrecht hätte. Dann müsste er die Kündigung und etwa die Wahl eines günstigeren Anbieters als Ausprägung einer wirtschaftlich vernünftigen und daher angemessenen Verwaltung auf der nächsten Eigentümerversammlung beantragen. Um prüfen zu können, ob nicht doch vom oben dargestellten Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht werden könnte, ist der Vertrag zu prüfen und zu ermitteln, wie sich der andere Eigentümer positioniert.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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