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Sonderabzüge bzlg. Pfändungsfreigrenze


| 19.09.2007 12:02 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht



Guten Tag,
ich bin mitten in der WVP und werde im nächsten Jahr durch diverse Umstände in die finanzielle Lage kommen, die dazu führt das ich über der Pfändungsfreigrenze verdiene und daher Geld an den TH abgeben muss.
Nun habe ich gelesen, das man die Beiträge zur Altersvorsorge geltend machen kann bei der Verrechnung der Pfändungsfreigrenze.
Ich habe eine Riester Rente, eine Betriebliche Altersrente und eine weitere Altersvorsorge die ich bezahle um im Alter nicht in Altersarmut zu verfallen.
Wenn ich nun jedoch durch die neue Situation einen gewissen Betrag an den TH abführen muss, bin ich nicht mehr in der Lage die Riester Rente zu bezahlen.
Kann man nun die Beiträge für diese Altersvorsorge verrechnen mit der Pfändungsfreigrenze? Ich habe davon gehört, jedoch keine konkreteren Informationen gefunden.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

Sie haben tatsächlich die Möglichkeit Ihre Pfändungsfreigrenze durch Zahlung von Beträgen zur privaten Altersvorsorge zu erhöhen.

Die entsprechende Regelung hierzu findet sich in § 851 c ZPO.

Diese gesetzliche Regelung ermöglicht den Schuldnern zwischen 18 und 65 Jahren zusätzlich zu den bereits bestehenden Pfändungsfreigrenzen - gemäß der aktuellen Pfändungstabelle für Arbeitseinkommen - einen altersabhängigen Vorsorgebetrag zwischen 2.000 € bis 9.000 € pro Jahr in eine pfändungsgeschützte private Rentenversicherung einzuzahlen.

Das sind monatlich, gestaffelt nach dem Lebensalter, zwischen 166,67 € bis 750,00 €, um die sich dann die normalen Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen erhöhen.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Dorothea Orthaus
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 19.09.2007 | 19:16

Vielen Dank für die erste Antwort.
Wie kann ich diese Ansprüche denn nun geltend machen?
Wie gesagt, ich habe ja schon Verträge für die Altersvorsorge, muss ich diese nun einfach auflisten und dem TH geben oder muss ich im Gericht einen Antrag stellen indem ich mich auf den o.g. Paragraphen beziehe?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.09.2007 | 19:56

Sehr geehrter Fragesteller,

Wenn der Fall des Mehrverdienstes eintritt müssen Sie Ihren TH hierüber informieren. Praktischer Weise listen Sie Ihre Beiträge zur Altersvorsorge auf und legen dieses dem TH vor, damit er die entsprechend erhöhte Pfändungsfreigrenze berücksichtigen kann.

Mit Freundlichen Grüssen

Dorothea Orthaus
Rechtsanwältin

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