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Soll ich mich auf ÄV 30 Std. einlassen, oder Auflösungs-VB/etc. aushandeln?


| 12.11.2013 15:23 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
mein AV ist bis Ende Nov.14 befristet, Vollzeit.
Mein AG will die Wochenarbeitszeit nun reduzieren um 9 Std., gleichzeitig verändert sich das Aufgabengebiet, d.h. weniger Verantwortung und geringere Fachkenntnisse, was mir eigentlich schadet, da die Qualifikation meine Stärke ist. Außerdem ist zu erwarten, dass, falls der AV doch in 2015 verlängert werden sollte, die Wochenarbeitszeit sich nochmals reduzieren wird.
Mir passt das alles nicht und ich würde am liebsten einen Deal mit dem AG machen um mich aus dieser Stelle zu verabschieden. Nur ich weiß noch nicht wie.
Fakten:
Durch Fehler ist der AV eigentlich unbefristet
Wochenarbeitszeit bisher 39 (plus viele unbezahlte Überstunden, wird auch bei 30 Std. so weitergehen)
Er will mich unbedingt behalten.
Ich will mir aber lieber was Anderes (Interessanteres) suchen. Das Weihn. Geld 13 würde ich aber gerne behalten.
Fragen:
Soll ich jetzt schon die 30 Std. Woche unterschreiben (ab Sommer)?
Soll ich mir bestätigen lassen, dass ich, falls ich was anderes finde vor dem 31.3. 14, die WZU behalten kann ?
Ich hätte im Prinzip nichts gegen 30 Std. Woche aber nicht bei dieser geringeren Anforderung. Könnte ja auch bedeuten, dass bei der nächsten "Verlängerung" eine geringere Vergütungsgruppe angeboten wird, also schlechtere Bezahlung und nochmalige Absenkung der Arbeitszeit, was mir nicht genug wäre.
Vielleicht kann mir da jemand einen Tipp geben, wie ich mich verhalten soll, bzw. welche Chance mir bei einen Auflösung mit Freistellung und z.B. 5 Bruttogehälter Abfindung (oder ev. auch weniger, bin erst seitdem Nov. 2012 bei der Firma, habe aber alle Fehelr und Rückstände aus 2 Jahren aufgearbeitet und jetzt bei der Umstellung auf ein neues Lohnprogramm geholfen.) Außerdem habe ich in 2012 3 Wochen auf die Stelle gewartet und bin extra in die Kirche eingetreten.
Habe unter Alesig2010 noch einen Hinweis gegeben. Heute soll ich das Gespräch noch haben, stehe sehr unter Druck.

Danke und Gruß
12.11.2013 | 16:45

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Wenn der Arbeitsvertrag aufgrund eines Fehlers unbefristet ist und der Arbeitgeber Sie unbedingt behalten will, sollten Sie darauf aufbauen und die angestrebte Veränderung Ihres Arbeitsverhältnisses ablehnen, da Sie in der stärkeren Position sind. Ich rate daher davon ab, die 30 Std. Woche zu unterschreiben.

Wenn der Arbeitgeber mitspielt, sollten Sie sich bestätigen lassen, dass Sie die WZU in jedem Fall behalten können. Dabei kommt es aber im Wesentlichen auf Ihr Verhandlungsgeschick an.

An eine Auflösung mit Freistellung und Abfindung sollten Sie erst denken, wenn Sie eine andere Stelle sicher haben.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 12.11.2013 | 17:17

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

erst mal danke für die Antwort. Sie haben natürlich Recht, dass ich mit meinem jetzigen vertrag "besser "da stehe als mit einer Verkürzung der AZ. Wobei mir die Herabsetzung auf 30 Std. nicht so viele Sorgen machen, als die Aufgabenveränderung die jetzt mit aufgetreten ist. Beide Probleme kommen jetzt zusammen.

Wenn ich zu den 30 Std. zustehe, dann verschlechtere ich meine "Verhandlungsbasis" für eine etwaige Auflösungsvereinbarung.

Er will nur unbedingt jetzt die 30 Std. schon verschriftlichen.

Kann ich nicht vorschlagen, dass ich unter vorbehaltlich einer neuen Stelle (die ich mir erst suchen muss)eine Auflösungs-
vereinbarung mit den Details, wie Behalt WZU, 5 Bruttogehälter Abfindung mit ihm abschließen möchte und erst wenn ich nichts finden sollte bis zum Juli 14, dann die Stundenreduzierung in Kraft treten kann?

Also, die Reduzierung unter diesem Vorbehalt überhaupt erst ab Juli in Kraft treten kann ?

Ehrlich gesagt, ich spiele schon lange mit dem Gedanken mir was anderes zu suchen und habe auch immer wieder Angebote. Mein Handicap (obwohl man es weder sieht noch meine Aktivitäten eingeschränkt sind) ist, dass ich Vollrentnerin bin und nicht auf dem normalen Arbeitsmarkt einzustellen bin (siehe Zustimmung Betriebsrat).

Aber Sie haben auch Recht, ohne neue Stelle möchte ich auch nicht aufgeben.

Danke und Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.11.2013 | 17:35

Sehr geehrte Ratsuchende,

den Vorschlag sollten Sie sich genau überlegen, da das Ankündigen des Suchens einer neuen Stelle einen Kündigungsgrund darstellen kann, wenn ein geeigneter Ersatz zur Verfügung steht und ansonsten schwer erhältlich wäre oder wenn der Arbeitgeber nachweisen kann, dass sich die Arbeitssuche negativ auf Ihre Arbeit auswirkt. Daher würde ich davon abraten.

Ich würde es eher so machen, dass Sie sich von Ihm die WZU und die Abfindung für den Fall einer Kündigung garantieren lassen und im Gegenzug einer Arbeitszeitreduzierung (ohne Änderung der Aufgaben) zustimmen. Von einer Arbeitssuche sollten Sie nichts erwähnen.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.11.2013 | 07:48


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"Die Antwort war klar und aussagefähig, sie hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen, danke."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 14.11.2013
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Die Antwort war klar und aussagefähig, sie hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen, danke.


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