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Soll ich der Räumung zustimmen?


15.09.2005 13:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
erhoffe hier einige Hilfe.Zunächst kurz die Sachlage:Zeitmietvertrag seit 31.1.2001 auf 5 Jahre.Aufgrund finanzeller Schwierigkeiten Mietrückstände aus 2001 inklusive Kaution.Von 2002 bis Okt.2004 Rückzahlung von 2000E plus reguläre mtl. Miete.Vermieter wohnt nicht am Ort.Sept.2004 kommt ein Beauftragter des Vermieters mit Vollmacht und Schreiben einer Mietschuld in Höhe von 4265€,ich solle unterschreiben,ansonsten weitere gerichtliche Schritte.Ich unterschrieb.
Im Febr.2005 fristlose Kündigung durch Anwalt.Im Kündigungsschreiben ist nur ein Gesamtsaldo aufgeführt.Da dieser Betrag mit meinen Berechnungen nicht übereinstimmte,schrieb ich Gegenanwalt an und bat um eine genaue Forderungsaufstellung.Dieser Bitte kam er nicht nach,sondern klagte nun den Mietrückstand ein.In dieser Zahlungsklage wurde ich im Juni 2005 durch 2.Versäumnisurteil verurteilt.Räumungsklage zugestellt am 19.7.2005,am 29.9.2005 ist gerichtlicher Termin.Aufgrund gravierender Mietmängel z.B.gesenkter Küchenboden infole eines Wasserrohrbruchs seit 3 Jahren,2 Mietparteien-Heizkosten werden nach m2 beglichen,Vertrag bei Gasversorger läuft auf mich,musste im August für die andere Mietpartei Gaskosten übernehmen,ansonsten wäre gesperrt worden,Gemeinschaftsstrom wie Flurbeleuchtung,Betriebskosten Gas,aber auch Beleuchtung für Räume,die zur anderen Mietpartei gehören laufen auf meinen Stromzähler,habe ich ein Sachverständigengutachten beantragt,welches mir aber erst zum 30.9.zugehen wird.
Da ich aus dieser Wohnung sowieso auszieheh werde und mich schon jetzt um Ersatz bemühe,meine Frage:soll ich das Gericht um Verschiebung des Termins bitten,da vielleicht das Gutachten wichtig sein wird oder soll ich anerkennen und eine Räumungsfrist erbitten?(Habe zwei Kinder,die beide jetzt eine neue Schule besuchen) oder ist die Kündigung überhaupt wirksam,da ich den Gesamtsaldo nicht nachvollziehen kann?Ich muss noch erwähnen,dass ich keinen Rechtsschutz besitze,somit also möglichst wenig Kosten produzieren möchte.
Vielen Dank im voraus.
15.09.2005 | 14:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Ob die Vorraussetzungen für die Kündigung vorlagen, ist jetzt leider egal. Denn Sie wurden mit 2. Versäumnisurteil verurteilt. Damit haben Sie Ihr Recht verspielt, gegen die Kündigung bzw. Die Zahlungsklage vorzugehen. Sie können auch nicht mit der Argumentation Berufung einlegen, die Kündigung bzw Zahlungsklage wären unrechtmäßig. Diese Gründe hätten Sie im Einspruchstermin vortragen können.

2.Wenn Sie nicht die Fortsetzung des Mietverhältnisses erreichen wollen, würde ich Ihnen raten im Termin der Räumung zuzustimmen und eine angemessene Frist zur Räumung zu beantragen.

Denn das Gutachten zielt ja nach Ihren Angaben nicht darauf ab, dass die Räumung unzulässig sein soll, sondern damit wollen Sie doch beweisen, dass die zweite Mietpartei für bestimmte Kosten aufkommen muß. Das Gutachten wäre für Sie hilfreich gewesen im ersten Prozeß, wo es um ausstehende Zahlungen ging. Aber im Räumungsverfahren geht es jetzt nur noch darum, ob die Räumung erfolgt und wann das passiert.

Wenn Sie von dem anderen Mieter noch Geld zu bekommen haben, müssen Sie diese Ansprüche gegen ihn richten, damit hat Ihr Vermieter jetzt nichts mehr zu tun.

3.Da Sie für eine Rechtsberatung durch einen Anwalt kein Geld zur Verfügung haben, rate ich Ihnen, sich wenigstens an den Mieterverein vor Ort zu wenden, damit jetzt im laufenden Verfahren nicht wieder Fristen versäumt oder Termine nicht wahrgenommen werden und Sie sich damit weitere Rechte abschneiden. Die Mitarbeiter im Mieterverein sind meist sehr bewandert, was derartige Rechtsfragen betrifft und erteilen Auskunft gegen geringe Gebühren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

www.anwaeltin-heussen.de
info@anwaeltin-heussen.de


Nachfrage vom Fragesteller 15.09.2005 | 14:32

Ich sollte bis zum 18.9. eine Klageerwiderung dem Gericht zukommen lassen.Was soll ich denn in diesem Schreiben vorbringen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2005 | 15:59

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben dargelegt, dass Sie ohnehin ausziehen wollen. Ihr Interesse ist es - wie ich annehme- möglichst genügend Zeit für die Wohnungssuche zu haben. Dann legen Sie das dar und schildern Sie Ihre momentane Situation, sprich Ihre Wohnungssuche, Erfolge bzw. Mißerfolge,Hinweis auf eine schwierige Wohnungslage in der Situation, nebenher Kinder betreuen, dass Sie eine Wohnung in der näheren Umgebung suchen, damit Ihre Kinder nicht aus dem Umfeld gerissen werden etc. Mit dieser Begründung beantragen Sie eine angemessene Frist für die Räumung.

Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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