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Soll die Arbeitnehmerin ganz frech auf der Arbeit erscheinen und ihre Arbeit aufnehmen oder falls ni


01.12.2009 00:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von



Das Arbeitsverhältnis meiner Freundin begann am 08.08.2009.Es wurde eine drei monatige Probezeit vereinbart.

Nach etwa 4 Wochen Beschäftigung bekam meine Freundin morgens einen Anruf vom Chef und er fragte am Telefon (brüllte) wo sie wäre.Sie sagte daraufhin,daß sie laut Schichtplan frei hätte,doch der Chef behauptete das gegenteil.Meine Freundin legte verständlicherweise einfach auf,bedingt durch den emotionalen Ausbruch ihres Chefs und beschloss,nicht mehr zur Arbeit zu gehen.

Es folgte keine gehaltszahlung mehr und meine Freundin ging auch nicht mehr zur Arbeit ca. 2 Monate.Ich vermittelte zwischen den beiden Streithähnen und wollte eine Kündigung vom Arbeitgeber aushandeln.Er sagte mir telefonisch,daß meine Freundin die Kündigung nur bekäme,wenn Sie all ihre Arbeitsklamotten abgibt.
Das tat ich ganz brav für meine Freundin.Und jetzt will der Chef doch nicht die Kündigung aussprechen,weil er ihr noch eine Sperrzeit vom Arbeitsamt verpassen will (nehme ich an).

Meine Freundin hat nichts in schriftlicher Form bekommen,weder Mahnungen,noch irgendwelche Kündigungen.Ihre Probezeit ist mittlerweile auch schon seit 3 Wochen abgelaufen.Theoretisch besteht das Arbeitsverhältnis laut Arbeitsvertrag also noch und ist sogar noch in ein festes Arbeitsverhältnis übergegangen oder nicht !?

Was soll meine Freundin jetzt tun !?
Soll sie ganz frech auf der Arbeit erscheinen und ihre Arbeit aufnehmen oder falls nicht,auf eine Kündigung bestehen !?
Der Chef hält sie jetzt in der Schwebe,sie kann ohne das Kündigungsschreiben vom Chef nicht zum Arbeitsamt (wegen der Sperrzeit) und so bekommt sie auch kein Gehalt ausgezahlt,da sie ja auch keine Arbeitsleistung erbringt.
01.12.2009 | 08:19

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Meiner Meinung nach ist das Arbeitsverhältnis einvernehmlich beendet, dadurch, dass Ihre Freundin nicht mehr zur Arbeit erschienen ist und Ihre Arbeitsmittel abgegeben hat und andererseits dadurch, dass der Arbeitgeber keinen Lohn mehr zahlt. Um einen wirksamen Aufhebungsvertrag abzuschließen bedarf dieser aber der Schriftform. Hierzu würde ich den Arbeitgeber – gegebenenfalls mit Hilfe eines Kollegen auffordern. Um eine Sperre des Arbeitslosengeldes zu verhindern muss das Arbeitsverhältnis aber zur Vermeidung einer betriebsbedingten Kündigung beendet worden sein, also nicht vom Arbeitnehmer veranlasst.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2009 | 21:22

Meine Freundin ist nur 2 Tage nicht auf der Arbeit erschienen,nachdem der Chef sie so scharf angefahren hatte am Telefon.Anschließend sprach ihr Chef die Kündigung aus,auf ihrer Mailbox.Darauf hin hat meine Freundin erst recht keinen Grund mehr gesehen,auf die Arbeit zu gehen.Deshalb kamen diese ca. 2 Monate Abwesenheit von der Arbeit zustande.Die schriftliche Kündigung blieb bis heute aus.

Nach einem erneuten Telefonat gestern Abend mit ihrem Chef,ging er auf ihre Forderung ein und versprach,ihre fristgerechte Kündigung in die Wege zu leiten.Das finde ich allerdings auch seltsam,da ja vor einer ordentlichen Kündigung (nach der Probezeit) Mahnungen hätten erfolgen müssen oder nicht !?

Der Arbeitgeber hat sich praktisch im Ton vergriffen,die Kündigung ausgesprochen,die schriftliche Kündigung will er erst jetzt in die Wege leiten und hat bis jetzt 3 Monatslöhne einbehalten......soll meine Freundin da rechtlich vorgehen,auch wenn meine Freundin mit den paar Anfangstagen,wo sie von der Arbeit fernblieb,ein gewisses Eigenverschulden ausgelöst hat !?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.12.2009 | 07:38

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung:

Eine mündlich ausgesprochene Kündigung ist unwirksam. Ob Sie gegen die erfolgende schriftliche Kündigung vorgehen sollen, hängt davon ab, welchen Inhalt diese hat.

Ein Vorgehen hinsichtlich des Anspruchs auf den einbehaltenen Lohn, sehe ich dagegen als wenig erfolgversprechend an, wenn Ihre Freundin ihre vertraglich geschuldete Arbeit nicht erbracht hat, denn hierzu ist sie gemäß § 614 BGB zur Vorleistung verpflichtet, es gilt der Grundsatz „kein Lohn ohne Arbeit“.

Bei einer verhaltensbedingten Kündigung ist in der Regel vorher eine Abmahnung erforderlich. Würde eine solche wirksam ausgesprochen werden, wäre Ihre Freundin aber hinsichtlich des Bezugs auf Arbeitslosengeld gesperrt.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

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