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Soll bzw darf ich dem KV den Ungang verweigern???

08.10.2009 21:39 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo. Meine Tochter wird jetzt bald 3 Jahre alt und geht seit August in die Kita und am Wochenende einmal für 6-7 Std. zum KV! Seit lägerem gibt es Probleme und wir sind auch seit über 2 Jahren in der Beratung beim JA (schon mehr als 10 mal). Der KV ist sehr egoistisch und hat kein Verständniss für das Kindeswohl. So zum Beispiel versteht er nicht das wenn die kleine Fieber hat, lieber zuhaus bleiben möchte bzw. ich sie zuhaus lassen. Seit einigen Wochen kommt sie von den Umgangsterminen sehr verstört, verwirrt und auch eingeschüchtert nach hause! Und, was uns sehr wütend macht, sagt sie Sachen wie: "Mama ist böse, ich bin hier nicht zuhause die Wohnung ist komisch und nicht schön, XXX (mein Partner) bloß ein Onkel, bloß XXX (KV) mein Papa (dazu muss ich sagen, haben wir das so gemacht das sie mit 2 Papas auswächst, der KV das aber komplett ignoriert!), Oma XXX und Opa XXX (Eltern meines Partners) überhaupt nicht meine Oma und Opa!" Was für uns nach maßiver negativer Beeinflussung klingt. Als ergänzung noch dazu, bin ich sehr froh darüber das die kleine in der Familie meines Partners als festes Familienmitglied akzeptiert wird, von ausnahmslos allen und auch alle wissen bescheid das mein Partner nicht der KV ist! Desweiteren werde ich vom KV nur belogen was die Geschehnisse bei den Umgangsterminen betrifft und er ist auch mir gegenüber sehr aufbrausend und bestimmerich, hat für nix verständniss, ist mit nix einverstanden und diskutiert nur noch rum wenn ich die kleine zu ihm bring! Wir haben echt mehr als genug davon, das dies schon seit nun mehr als 2 Jahren so geht und auch Gespräche beim JA überhaupt nix gebracht haben!!! Kann und darf ich ihm bei so massiven Problemen und negativen Verhalten allgemien dem umgang verweigern und was wäre zu erwarten bei einer Gerichtlichen auseinandersetztung??? Brauche dringend einen Rat, unsere kleine leidet sehr unter seinem Einfluß und das ist nicht gut, da sie mehr und mehr auch schlafstörungen und verlustängsten uns gegenüber zeigt und auch sehr verschloßen wird! Und auch wir genug davon haben, das er ständig nur unruhe verbreitet und kein Verständniss für das Kindeswohl zeigt!

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Fragen anhand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Sofern Sie den weiteren Umgang dem KV nicht gestatten, wird dieser einen Antrag beim Familiengericht stellen. Können sich Eltern über die Ausübung des Umgangsrechts nicht einigen, haben die Richter eine Entscheidung zu treffen, die sowohl die beiderseitigen Grundrechtspositionen der Eltern als auch das Wohl des Kindes und dessen Individualität als Grundrechtsträger berücksichtigt.

Dies bedeutet, dass das Familiengericht sowohl das Recht des Vaters auf Umgang beachten muss, dabei aber dieser Umgang auch dem Wohl des Kindes entsprechen muss.

Die Verhaltensweise des Vaters ist nicht akzeptabel. Das Wohl des Kindes erfordert hier, auf die Umstände, in denen das Kind lebt, Rücksicht zu nehmen und die Erziehung der Mutter zu unterstützen. Das Kind muss in seiner Entwicklung gefördert werden. Die Aussagen des Kindes zeigen jedoch, dass der Vater über das Kind sich in die Beziehung einmischen und eine Kluft zwischen dem Kind und Ihrem neuen Partner schaffen möchte. Dabei nimmt er auch die Gefühle des Kindes auch keine Rücksicht, da es ja offensichtlich ein gutes Verhältnis zu Ihrem Partner hat bzw. hatte. Sofern er seine Verhaltensweise und mangelnde Kooperationsbereitschaft fortsetzt, sind Sie jedenfalls berechtigt, den Umgang auszusetzen.

Sofern die Vermittlung des Jugendamts nicht fruchtet, wird das Familiengericht die Problematik klären und ihn auf seine Fehler und Pflichten hinweisen, so dass danach eine gemeinsame Regelung wieder gefunden werden kann.

Im Übrigen findet der Umgang in der Regel 14tägig statt. D.h. Sie müssen das Kind nicht wöchentlich abgeben. Sollten Sie diese Regelung jedoch fortsetzen möchten, ist dies selbstverständlich weiterhin möglich.

Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung wird das Gericht versuchen, mit Ihnen eine Lösung und Regelung zu finden. Sollte dies nicht möglich sein, wird das Gericht über den Antrag entscheiden. Da sowohl das Kind als auch der Vater einen Recht auf Umgang haben, wird aller Voraussicht nach auch eine Umgangsregelung beschlossen werden. Im Rahmen des Verfahrens wird er aber auch darauf hingewiesen werden, dass das Umgangsrecht nicht nur das Recht beinhaltet, mit dem Kind Kontakt zu haben sondern auch, die Erziehung des Kindes zu unterstützen und nicht nachhaltig und nachteilig auf die Lebensumstände des Kindes Einfluss nehmen zu wollen.

Im Ergebnis sollten Sie den Umgang daher unterbrechen, wenn er sein Verhalten nicht bessert. Aber beachten Sie auch, dass der Umgang für die Entwicklung des Kindes unter “normalen” Umständen förderlich ist. Sie sollten daher nach einer einvernehmlichen Lösung suchen, die dem Wohl des Kindes entspricht.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen zu können.

Mit freundlichen Grüße

Korkmaz
Rechtsanwalt

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