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Söhne enterben / Stiefsohn befünstigen

10. September 2019 09:14 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
folgender Sachverhalt:
Mann mit zwei Söhnen y und z (kein Kontakt mehr seit vielen Jahren) heiratet Frau mit einem Sohn (a) 1999.

Frau wird per Testament zur Alleinerbin erklärt, um im Fall des Todes des Ehemannes nur noch den Pflichteil an die Söhne y und z auszahlen zu müssen.

Der Pflichteil für die Söhne y und z soll möglichst gering ausfallen, Sohn a soll begünstigt werden.

1. Frage: was ist, wenn die Ehefrau zuerst stirbt und dann der Ehemann.

Gegeben sei ein gemeinsames Vermögen von 350000 (Eigentumswohnung plus Bargeld).

Tritt Sohn A nach dem Tod des Ehemannes in die Fußstapfen der Mutter und müsste dann die Söhne y und z ausbezahlen? Oder würde gar ein vorhandener Bruder des Ehemannes erben (gemeinsamen Eltern sind tot).

Vielen Dank!



10. September 2019 | 10:22

Antwort

von


(1182)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

leider ist keine klare Antwort möglich.
Ich gehe davon aus, dass a kein gemeinsames Kind ist.

Wenn die als Alleinerbin eingesetzte Frau stirbt, gibt es keine ausdrückliche Regelung, wer Sie im Falle Ihres Todes beerben soll.
Die eigenen Kinder sind enterbt. Die testamentarische Erbin lebt nicht mehr. Der Sohn der testamentarischen Erbin ist nicht als (Ersatz-)Erbe benannt.

> Sohn a tritt nicht automatisch an die Stelle seiner Mutter.

Das Testament weist inswoweit eine Lücke auf.
Das Testament ist ergänzend auszulegen, nach dem hypothetischen Willen des Erblassers.

Es ist nicht auszuschließen, dass ein Gericht bei der Auslegung des Testamentes zur Anwendung der gesetzlichen Erbfolge gelangt. Es könnten x und y erben (gesetzliche Erbfolge).
Bei enterbten Kindern, könnte dann sogar Ihr Bruder als Erbe zweiter Ordnung erben.

> Da das Ergebnis der Auslegung des Testamentes nicht vorhersehbar ist, sollten Sie klare Regelungen treffen, z.B. durch Benennung eines Ersatzerben oder durch ein gemeinschaftliches Testament durch das der Sohn der Frau als Nach- oder Schlusserbe eingesetzt wird.

> Da es um nicht unerhebliche Werte geht, sollten Sie sich persönlich beraten lassen. Das sollte Ihnen auch etwas mehr Wert sein als eine Ferndiagnose.

"Die Kosten für anwaltliche oder notarielle Beratung mit Blick auf die Errichtung einer letztwilligen Verfügung stehen hierbei in keinem Verhältnis zu dem postmortalen Aufwand, den der sich für berechtigt haltende Alleinerbe oder Miterbe zur Durchsetzung seiner Interessen im Erbscheinsverfahren oder mit einer Feststellungsklage unterwerfen muss."
(Sarres, ZAP - Zeitschrift für die Anwaltspraxis 2015, S. 289, 291)

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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