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Sky Kündigung und Schadensersatz

03.02.2020 14:00 |
Preis: 60,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich hatte Anfang der 90er Jahre ein ABO mit (damals) Premiere abgeschlossen.
Im Jahr 2010 änderte sich der Vertrag bzw wird der Vertragsbeginn mit Sky am 17.09.2010
angegeben. Die Zahlungen wurden stets per Lastschrift eingezogen. Der letzte Kontakt war mit Sky Anfang 2018 wegen eines defekten Receivers, es wurde ein neuer zugesendet.
2 Wochen später gab es ein neues ABO über die Telekom. Sky wurde zwar von uns nicht mehr benutzt,
aber auch nie gekündigt. (aus den Augen, aus dem Sinn)
Mein altes Bankkonto wurde ebenfalls nicht mehr benutzt. Die Lastschriften
wurden bis zum 05.09.2018 weiter eingezogen, danach gingen diese aber offensichtlich zurück, bzw wurden nicht mehr eingelöst.
Im März 2019 habe ich meine zweite Wohnung gekündigt und ein Nachsendeauftrag zu meinem Haus gestellt. Jetzt hat mich das Infoscore Forderungsmanagement angeschrieben und fordert eine Summe von 1660,35 €. Demnach hat Sky im November 2019 den Vertrag gekündigt, und fordert seit dem 01.02.2019 bis zum 01.11.2019 die Monatsgebühren und den Schadensersatz von 806,22 €
zuzügl der Inkassokosten.
Warum fehlen dann die Monate September 2018 bis Januar 2019? Um evtl. noch 12 Monate dranzuhängen? Der Vertrag begann am 17.09.2010, Kündigung wäre 2 Monate vorher, also zum 01.07.2019, Vertragsende dann 01.09.2019? Dann wären die Gesamtkosten mit den vergessenen Monaten 12x 58,99 = 707,88 zuzügl Mahnungen und Inkasso
(58,99 Monatliche Gebühren)
Selbst wenn der Anbieter das Recht hätte, dann zu Kündigen wenn es Ihm an günstigsten ist, wäre
die Schadensdersatzsumme mit 806,22 zu hoch, bis zum November 2019 (Kündigung) wären es
dann (ohne die vergessenen Monate aus 18 und 19) 580,99 und Schadensersatz 9x 58,99 - 50%
265,46, also ingesamt 846,45 zuzügl Mahnkosten und Inkasso. Aber hier stimmen dann auch nicht mehr die Inkassokosten. Ich habe tatsächlich keine Mahnung und keine Kündigung schriftlich erhalten, weder per Mail, noch in meiner 2 Wohnung, noch in meinem Haus, alle Adressen sind
aber Sky bekannt. Es ist keine Frage das der Fehler bei mir liegt, das ich selbstverständlich Kosten erstatten muß. Ich stolpere nur über die doch sehr hohe Summe.
Ich habe bereits die Aufschlüsselung der Schadenssumme verlangt, allerdings kennt mich Sky nicht mehr, und das Inkassounternehmen besteht auf diese Summe.
Gibt es überhaupt eine Frist, wann spätestens ein Anbieter nach Zahlungsausfall kündigen muß?
(wenn nein, dann darf ich nie ins Koma fallen und 5 Jahre später aufwachen)
Noch mal kurze Auflistung:
Vertragsbeginn 17.09.2010
Kündigung laut AGB im Internet 2 Monate vor Ablauf sonst 12 Monate Verlängerung
Nicht mehr gezahlt seit 01.10.2018
Sky kündigt offensichtlich am 11.11.2019 und Verlangt Abo Gebühr ab Februar 2019
Schadensersatz 806,22 €
Inkassogebühr und Ermittlungen 169,50 € + 12,55 € plus Zinsen 9,87 €

Gruß
Peter Lönnecker

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Dem Grunde nach schulden Sie der Gegenseite in der Tat Schadenersatz. Die Höhe kann an dieser Stelle nicht nachvollzogen werden, da zuvor sämtliche Unterlagen des Falles und auch die jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen auch für die Vergangenheit geprüft werden müssen.

Eine Frist, wann eine Kündigung des Dauerschuldverhältnisses erfolgen muss, existiert nicht, eine entsprechende Pflicht kann sich aber ggf. aus dem Grundsatz von Treu und Glauben nach § 242 BGB ergeben.

Ich rate Ihnen, die Forderung des Inkassounternehmens zurückzuweisen und ggf. einen Betrag für eine außergerichtliche Einigung anzubieten bzw. die Zahlung als Teilanerkenntnis zu leisten. Im Übrigen können Sie die Gegenseite auf den Klageweg verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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