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Skontoabzug bei Festpreis unzulässig?


02.05.2006 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben privat einen Auftrag an einem Handwerksbetrieb fuer die Herstellung, Lieferung und Montage von Fenstern und Rolladen in unserem Neubau vergeben.

Von dem Handwerksbetrieb haben wir zuvor ein Angebot erhalten, welches uns noch nicht zugesagt hatte.
Dieses Angebot enthielt auch einen Sondernachlass, sowie die Moeglichkeit des Skonto-Abzugs in Hohe von 3 Prozent bei Zahlung innerhalb 8 Tagen.

Nachdem wir der Firma mehrere Angebote deren Mitgewerber vorgelegt hatten, haben wir uns dann auf einen Festpreis in Hoehe von 10.000EUR (muendlich) geeinigt.

Ein schriftlicher Vertrag, sowie eine Auftragsbestaetigung wurde jedoch nicht schriftlich festgehalten.

Nach Einbau der Fenster wurde unsererseits dann die geforderte Abschlagszahlung in voller Hoehe gezahlt.

Einige Wochen spaeter [und direkt nach kompletter Fertigstellung des Auftrags] haben wir dann eine Abschlussrechnung erhalten, wo keinerlei Rede mehr von Skontoabzug war erhalten.
Diese (Rest-)Rechnung haben wir dann innerhalb 3-4 Tagen ueberwiesen. Hierbei haben wir dennoch vom Ges-Preis (vereinbarter Festpreis 10.000 EUR) Skonto in Hohe von 3 Prozent abgezogen.

Nun verlangt der Auftragnehmer die Nachzahlung des Skonto-Betrags.

Auf unserer Frage hin, warum nun der Skonto-Betrag nachgefordert wird, wurde uns mittgeteilt, das diese 3 Prozent bereits im Festpreis enthalten sind und somit nicht noch ein weiteres Mal gewaehrt werden koennen.

Das vom Rechnungsbetrag nun kein Skonto mehr abgezogen werden kann/darf, ist uns jedoch nicht bekannt und koennen auch mit Sicherheit sagen, das dieses nicht erwaehnt wurde.

Die Firma jedoch ist in dem glauben, das dieses sehrwohl muendlich mitgeteilt wurde und betseht auf der Nachzahlung des abgezogenen Skonto-Betrags.


Meine Frage ist nun, ob wir tatsaechlich den abgezogenen Betrag nachzahlen muessen, oder ob wir berechtigter Weise Skonto von der Rechnung abgezogen haben.


Vielen Dank schon mal im vorraus, fuer Ihre Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich anhand Ihrer Angaben wie folgt:

Sie haben sich nach vorangegangenen Verhandlungen auf einen Festpreis von € 10.000 geeinigt ohne das der Skontoabzug Gegenstand dieser Vereinbarung wurde. Insoweit wird man bei der Auslegung diese Vertrages dazu tendieren müssen, dass Skonto seitens des Handwerkbetriebes nicht geschuldet ist. Dies zum einen, dass Sie sich auf einen Festpreis geeinigt haben, der für sich schon weiteren Abzüge ausschließt, zum anderen, dass ein Skontoabzug nicht Vertragsbestanteil wurde, wie diese bei Annahme des ursprünglichen Angebotes der Fall gewesen wäre.

Somit bestand auch keine Verpflichtung seitens des Handwerkbetriebes darauf hinzuweisen, dass kein Skonto anfällt.

Im Rahmen einer Auseinandersetzung mit dem Handwerksbetrieb müssten Sie zudem das 3 % ige Skonto nachweisen.

Im Ergebnis werden Sie den abgezogenen Betrag nachzahlen müssen.

Ich bedaure Ihnen keine positive Auskunft geben zu können, hoffe aber dennoch Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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