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Skonto


01.09.2007 21:00 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin ein kleiner Gewerbetreibender und stelle guten Kunden eine Rechnung mit folgendem Zahlungsziel aus.

z.B. Rechnungsdatum 09.08.

"Zahlbar bis 19.08.2007 mit 4% Skonto xx,xx€, bis 08.09.2007 ohne Abzug" (also 10 Tage mit Skonto - 30 Tage netto). Weiter steht unter jeder Rechnung: "Aufgrund knapper Kalkulation werden unberechtigte Skontoabzüge nachgefordert. Maßgebend ist der Skontosatz auf der Rechnung und das Skontodatum in der Rechnung, nicht das Absenden oder Ausfüllen des Zahlungsmittels."

Um bei diesem Beispiel zu bleiben, Zahlungseingang (Buch und Valuta) war der 24.08.07 mit dem Kommentar im Überweisungsfeld "Eingang der Rechnung 13.08.".

In meinen Augen hat dieser Kunde in beiden Fällen unberechtigt Skonto abgezogen.

Aber nun zur Frage: Kann der Kunde einfach Skonto ziehen mit der Behauptung der Rechnungseingang sei erst am 13.08. gewesen ? Damit wäre ja der Skontogrundgedanke ausgehebelt! Was kann ich tun um in solchen Fällen an mein Geld zu kommen? Gibt es Urteile? Haben Sie einen Tipp, wie ich ohne den Kunden zu verlieren, in Zukunft mit solchen Ereignissen verfahren kann. (Gibt es Musterbriefe - habe leider auf die Schnelle keine gefunden? - Das Sie mir keinen erstellen - auf dieser Plattform - ist mir auch klar).

Sollte Einsatz zu gering sein, bitte um Nachricht! Danke!

Ein Skontogeprellter Ratsuchender
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Nein, Ihr Kunde ist nicht skontoberechtigt, da er die von Ihnen vorgegebene Skontofrist nicht eingehalten hat. Insofern können Sie den vom Kunden abgezogenen Betrag zurückfordern.

Zu Skonto gibt es keine gesetzliche Regelungen. Sie können daher Höhe und Fristen so wählen wie Sie wollen.

Als Fristbeginn sinnvoll ist allerdings nur der Eingang der Rechnung bei dem Kunden. Ein Zahlungsfristbeginn „ab Rechnungsdatum“ ist nach meiner Einschätzung unglücklich, weil Rechnungen auch zurückdatiert werden können, versehentlich einige Tage beim Aussteller liegen bleiben oder später als üblich von der Post zugestellt werden.

Aber auch in diesem Fall wäre der Kunde nicht skontoberechtigt, da er die Zehn-Tagesfrist ab dem 13.08.2007 nicht eingehalten hätte.

Diese Problematik würde ich mit den Kunden besprechen und höflich darauf hinweisen, dass die Skontoregelung für die Kunden mehr Vorteile bringt als für Sie.
Sie können die jeweiligen Rechnungen im Vorwege per Telefax an die Kunden versenden, um so den Zugang sicherzustellen.
Gute Kunden werden für dieses Prozedere Verständnis aufbringen.

Eine Skontonachforderung ist für Sie aus den nachfolgenden Erwägungen angebracht.

1. Sie unterbinden einen konkludent geduldeten Skontoabzug.

2. Sie entrichten bei konkludenter Duldung zu viel Umsatzsteuer ans Finanzamt, da die Rechnung Grundlage für die Besteuerung ist.

3. Sie stellen sicher, dass derartige unfaire Geschäftspraktiken zukünftig unterbleiben.

Wenn Sie die Erstellung eines strukturierten Schreibens wünschen, können Sie sich mit mir unter der unten angegebenen E-Mail-Adresse in Verbindung setzen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de
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