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Sittenwidriges Verhalten am Arbeitsolatz

| 05.09.2008 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


14:12

Folgende Frage; ist es von einem weisungsbefugten Vorgesetzten sittenwidrig, nach dem Vorstellungsgespräch während der Dauer des Arbeitsverhältnisses die Körpersprache zweideutig einzusetzen und kann ich das bei meiner Kündigung des Arbeitsverhältnisses als Argument benutzen, um die mir rechtmässig zustehende Vergütung geleisteter Überstunden einzufordern, die der Arbeitgeber mit bezahlter Freistellung von der Arbeit ausgleichen will.

05.09.2008 | 11:08

Antwort

von


(1217)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.

Da Sie den Sachverhalt nur sehr fragmentarisch dargestellt haben, gehe ich von folgender Sachlage aus: Sie haben sich um einen Arbeitsplatz beworben und es ist zu einem Vorstellungsgespräch gekommen. Sie sind daraufhin als Arbeitnehmerin eingestellt worden. Allerdings beabsichtigen Sie, das Arbeitsverhältnis zu kündigen. Während Ihrer Arbeitszeit haben Sie Überstunden geleistet, die Sie vergütet sehen wollen. Offensichtlich gab es wegen der Vergütung der Überstunden bereits Gespräche mit dem Arbeitgeber, der statt einer Überstundenvergütung die Freistellung von der Arbeitsleistung vorschlägt.

2.

Grundsätzlich können Sie das Arbeitsverhältnis unter Beachtung der Kündigungsfristen kündigen. Bezüglich der Überstundenvergütung kommt es darauf an, welche arbeitsvertraglichen und ggf. tarifvertraglichen Regelungen bestehen. Grundsätzlich steht Ihnen, sollten die Voraussetzungen für die Vergütung von Überstunden vorliegen, auch die korrekte Abrechnung der Überstunden und damit die Zahlung des Entgelts zu. In diesem Fall besteht kein Wahlrecht des Arbeitnehmers zwischen Vergütung der Überstunden und Freistellung von der Arbeitsleistung.

3.

Ihr Hinweis auf den zweideutigen Einsatz der Körpersprache kann ich nicht bewerten, da es hierbei darauf ankommt, welcher Art der Körpersprache sich der Vorgesetzte bedient hat. Nur wenn Art und Weise der Körpersprache bekannt sind, kann eine rechtliche Einschätzung erfolgen. Allerdings dürfte es in Ihrem Fall darauf nicht ankommen, da Ihre Fragestellung darauf abzielt, ob Sie Ihren ggf. bestehenden Anspruch auf Überstundenvergütung dadurch Nachdruck verleihen können, daß der Vorgesetzte die Körpersprache zweideutig eingesetzt habe. Das Verhalten des Vorgesetzten und der Anspruch auf die Ihnen zustehende Vergütung haben nichts miteinander zu tun. Entweder steht Ihnen eine Überstundenvergütung aus den oben genannten Rechtsgründen zu, dann spielt die Körpersprache des Vorgesetzten sicherlich keine Rolle. Oder Sie haben keinen Rechtsanspruch auf Überstundenvergütung, dann erwächst Ihnen ein solcher Anspruch auch nicht dadurch, daß der Vorgesetzte sich einer Körpersprache beleißigt hat, die Ihnen sittenwidrig erscheint.

4.

Vielleicht noch ein Ratschlag aus der Praxis: Wenn Sie das Arbeitsverhältnis kündigen und wenn das Arbeitsklima ohnehin nachhaltig gestört ist, kann die Freistellung von der Arbeitsleistung unter Fortsetzung der Vergütung eine durchaus akzeptable Lösung sein. Eine solche Lösung ist im Zweifelsfall allemal besser, als sich beispielsweise täglichen Schikanen aussetzen zu müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 05.09.2008 | 11:19

Können Sie mir bitte einen Rat geben wie ich mich wegen des Anspruchs der nach Abzug der durch die Freistellung abgegoltenen Überstunden verbleibenden Überstunden verhalten meinem ehemaligen Arbeitgeber gegenüber verhalten soll, da er mir gegenüber zum Ausdruck brachte, ich könne versuchen, die geleistete Mehrarbeit juristisch einzufordern.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.09.2008 | 14:12

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Ich gehe davon aus, daß Ihr Arbeitgeber bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses den Lohn fortzahlt, Sie aber von der Arbeitsleistung freistellt. Als "Bonbon" dafür, daß Sie bei voller Lohnzahlung keiner Arbeitstätigkeit nachzugehen brauchen, wird ein Teil der zu vergütenden Überstunden angerechnet. Nach Ihrer Schilderung bleiben aber noch weitere abzugeltende Überstunden übrig.

Wenn eine Einigung nicht möglich erscheint, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, Vergütung der verbleibenden Überstunden zu verlangen und ggf. gerichtlich geltend zu machen.

Ihre Verfahrensweise wird aber auch entscheidend davon abhängen, in welcher Höhe Sie Anspruch auf Überstundenvergütung haben.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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Ich werde keinen weiteren Anwalt einschalten, um die restlichen Überstunden einzufordern, die mir rechtmässig zustehen. Insofern hat mir Ihre Antwort auch geholfen.

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Ich werde keinen weiteren Anwalt einschalten, um die restlichen Überstunden einzufordern, die mir rechtmässig zustehen. Insofern hat mir Ihre Antwort auch geholfen.


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