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Sittenwidriger Ratenkredit?

| 01.08.2018 08:42 |
Preis: 53,00 € |

Kredite


Beantwortet von


22:58
In Folge einer Kontenpfändung (Spätfolge einer selbstständigen Tätigkeit) (Unterer 5stelliger Betrag) durch das Finanzamt trat für mich eine existenzbedrohende Situation ein, da ich nicht in der Lage war, meine Miete oder grundlegende Lebenshaltungskosten (Essen, Trinken) zu bezahlen.

Über eine bekannte und oft beworbene Online-Plattform ist es mir gelungen, einen Kredit in der notwendigen Höhe zu erhalten.

Die Konditionen sind bizarr - jedoch hatte ich in diesem Moment gar keine andere Wahl, da die Folgen ansonsten absehbar Hunger, Obdachlosigkeit und irgendwann Arbeitsplatzverlust waren. Privat konnte ich den Betrag nicht beschaffen und Verhandlungen mit dem Finanzamt waren fruchtlos, da es keine besondere Härte sah.

Zeit ist zudem in solch einer Situation ein kritischer Faktor. Da ich über ein nominal hohes Einkommen verfüge, wäre es zudem schwer glaubhaft zu machen, andere Hilfe beispielsweise im Bereich Nahrungsmittel zu benötigen.

Kreditgeber ist übrigens eine Bank - es handelt sich also nicht um einen vermittelten Privatkredit.

Was verstehe ich unter "Bizarr"?

Nettokreditbetrag: Unterer 5stelliger Betrag im 10tausender Bereich
Laufzeit: 84 Monate
Effektiver Jahreszins: 19,87 %
Sollzinssatz: 16,90%
RKV-Betrag: ca. 37% des Nettokreditbetrages

Rückzahlungssumme über die Laufzeit: ca. 235% des Nettokreditbetrages

Wie erwähnt hatte ich zum damaligen Zeitpunkt keine andere Wahl als dieses "Angebot" anzunehmen.

Die RKV kann ich laut Vermittlungsplattform zwar jederzeit 30 Tage zum Monatsende kündigen - jedoch ist diese Fall nicht im Kreditvertrag definiert. Ferner wurde der RKV-Gesamtbetrag bereits mit Vertragsabschluss vollumfänglich fällig und wurde vomn Kreditgeber entsprechend abgeführt.

Laut Bundesbank liegen übliche Kredite mit Laufzeiten von über 5 Jahren bei aufgerundet 7%. Alleine davon ausgehend dürfte hier bereits eine Sittenwidrigkeit vorliegen, sofern ich das mit meinem laienhaft recherchierten Wissen richtig einordne.

Mit etwas Abstand zum Geschehen frage ich mich deshalb:

- Ist ein solches Zinsniveau mit Blick auf die Marktlage nicht als sittenwidrig einzustufen?
- Gilt dies auch für die RKV?
- Was würde im Falle einer (erfolgreichen) Klage passieren?
- Wie sind erfahrungsgemäß die Erfolgsaussichten?
- Lohnt es sich, den Weg zu beschreiten oder gibt es andere Wege?
- Gibt es "Risiken und Nebenwirkungen"?

Ich hoffe, das die hier gebotenen - zugegeben knappen - Informationen eine erste Bewertung ermöglichen.
01.08.2018 | 09:14

Antwort

von


(1773)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
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Sehr geehrter Fragesteller,

die Grenze der Sittenwidrigkeit beginnt bei Krediten, wenn diese mehr als doppelt so hohe Konditionen haben, wie auf dem Markt üblich. Das dürfte bei Ihnen der Fall sein. Der Vertrag wäre dann insgesamt nichtig, auch die RKV.
Folge wäre, dass die Laufzeiten zur Rückzahlung bleiben, allerdings zinslos zur Verfügung gestellt werden.

Der beste Weg wäre erst einmal, auch um Kosten zu sparen, die Bank außergerichtlich anzuschreiben und eine Stellungnahmefrist von zwei Wochen zu setzen.


Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir für Sie eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 01.08.2018 | 10:14

Sehr geehrte Herr Dr. Hoffmeyer,

ich danke Ihnen für die schnelle und ermutigende Rückmeldung. Eine Rückfrage habe ich...

Ist es aus Ihrer Sicht als Experte zielführend, als Privatperson ohne juristischen Background die Bank mit dem Sachverhalt zu konfrontieren und falls ja, ist es in diesem Zusammenhang ratsam und inhaltlich richtig, sie auf die mögliche Konsequenz, die Sie skizziert haben, hinzuweisen?

Anlass anzunehmen, das die Bank von sich aus auf RKV und Zinsen verzichtet, habe ich nicht - vielmehr gehe ich davon aus, das eine Auseinandersetzung kaum vermeidbar ist.

Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich freuen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.08.2018 | 12:00

Sehr geehrter Fragesteller,

als Privatperson wird man leider vielfach nicht ernst genommen, muss aber natürlich nicht sein. Hier könnten Sie sodann auch auf die Konsequenzen hinweisen.

Ein anwaltliches Schreiben hätte hier ggf. mehr Druck, dass ich Ihnen für pauschal 120,00 Euro anbieten könnte.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.08.2018 | 22:58

Sehr geehrter Fragesteller,

als Privatperson wird man leider vielfach nicht ernst genommen, muss aber natürlich nicht sein. Hier könnten Sie sodann auch auf die Konsequenzen hinweisen.

Ein anwaltliches Schreiben hätte hier ggf. mehr Druck, dass ich Ihnen für pauschal 120,00 Euro anbieten könnte.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
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