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Sippenhaft


| 23.08.2007 21:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo,
ich habe ein großes Problem bei dem ich dringend eine Auskunft benötige.
Ich habe im öffentlichen Dienst gearbeitet und wurde wegen Unterschlagung von Geldern fristlos gekündigt.
Mein Ehemann arbeitet beim öffentlichen Dienst, in der selben Verwaltung in der ich gearbeitet habe (seit 18 Jahren).
Mein Ehemann hat von meiner Unterschlagung nichts gewusst,das kann ich nachweisen, man unterstellt ihm aber Mitwisserschaft.
Jetzt wird meinem Mann empfohlen einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, er wäre für den öffentlichen Dienst nicht mehr tragbar. Man hat auch mit Änderungskündigung gedroht.
Jetzt meine Frage: Es gibt doch in Deutschland keine Sippenhaft. Kann mein Mann arbeitsrechtlich für meine Tat verantwortlich gemacht werden? Wenn ja, in welcher Weise?
MfG

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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund des geschilderten Sachverhalts beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ich empfehle Ihrem Mann, den angebotenen Aufhebungsvertrag nicht zu unterzeichnen.
Wenn Ihr Mann keinen Straftatbestand begangen hat bzw. kein Grund für eine fristlose oder ordentlichen Kündigung vorliegt, wäre eine Kündigung des Arbeitgebers unwirksam.
Die Tatsache, dass Sie einen Tatbeatand für eine fristlose Kündigung verwirklicht haben, führt selbstverständlich nicht automatisch dazu, dass man Ihrem Mann Beihilfe oder einen sonstigen Tatbeitrag unterstellen könnte.
Der Arbeitgeber muß die Kündigungsgrunde in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren darlegen und beweisen.
Sollte Ihr Mann den Aufhebungsvertrag trotzdem unterzeichnen, würde dies eine Sperrzeit durch das Arbeitsamt nach sich ziehen und es wäre außerdem zu befürchten, dass der Arbeitgeber Schadensersatzansprüche aufgrund der Unterschlagung auch gegen Ihren Mann geltend macht.
Sollte der Arbeitgeber die Kündigung erklären, so beachten Sie bitte, dass hiergegen innerhalb einer Frist von 3 Wochen Klage beim Arbeitsgericht zu erheben ist.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Eva Tremmel-Lux
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 24.08.2007 | 09:41

Vielen Dank erst einmal.
Ist es also auch nicht möglich meinen Mann durch Änderungskündigung auf Grund meiner Tat auf eine andere, geringer bezahlte Stelle zu versetzen. Das wäre wichtig denn vom Einkommen meines Mannes hängt unsere Existenz ab.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.08.2007 | 12:25

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Änderungskündigung ist nur dann wirksam, wenn ein entsprechender Grund vorliegt.
Bitte beachten Sie, dass auch hier entsprechende Fristen einzuhalten sind. Sollte Ihr Mann also eine Änderungs -oder Beendigungskündigung erhalten, soll er sich bitte unverzüglich an einen Rechtsanwalt wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Eva Tremmel-Lux
Rechtsanwältin

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