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Sind die Stiefkinder erbberechtigt?

05.02.2008 11:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


die verstorbene hat 6 stiefkinder und einen leiblichen sohn!
es gibt kein testament.
wer hat das erbrecht?

Sehr geehrter Fragsteller,

zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einer ersten Überblick über die Rechtslage zu verschaffen. Eine persönliche Beratung kann hierdurch nicht ersetzt werden. Durch das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Tatsachen kann sich die Beurteilung des Falles maßgeblich ändern. Unter Berücksichtigung der von Ihnen gegebenen Sachverhaltsangaben beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Grundsätzlich erben, wenn kein Testament vorhanden ist die gesetzlichen Erben. Das sind zunächst einmal die Abkömmlinge.

Abkömmlinge sind so zu verstehen, dass die Kinder erben, bei denen der Erblasser nach dem Gesetz Vater oder Mutter war. Das bedeutet, dass im deutschen Erbrecht nur rechtlich anerkannte Abkömmlinge/Kinder erben.
Das bedeutet, dass der leibliche Sohn , soweit er auch rechtlich als Sohn galt, erbt. Die biologische Verwandtschaft des leiblichen Sohnes ist nicht entscheident. Es kommt darauf an, ob die Verstorbene auch rechtlich die Mutter war. Wenn sie das Kind geboren hat und das Kind nicht von anderen adoptiert wurde, kann man das wohl annehmen.

Bei den Stiefkindern kommt es darauf an, ob die Kinder rechtlich als Kinder der Verstorbenen galten. Das kann beispielsweise durch eine Adoption der minderjährigen Kinder herbeigeführt werden.
Kinder die nicht adoptiert wurden oder leibliche Kinder sind, sind im rechtlichen Sinne grundsätzlich nicht mit der Verstorbenen verwandt und damit auch nicht erbberechtigt.
Sollte eine Adoption stattgefunden haben, stehen die Kinder dem leiblichen Kind gleich. Das Erbe wird dann zu gleichen Teilen verteilt.

Sollte neben den Abkömmlingen noch ein Ehegatte vorhanden sein, bekommt dieser neben den Abkömmlingen insgesamt die Hälfte (soweit die Ehegatten im gesetzlichen Güterstand gelebt haben). Die andere Hälfte wird unter den erbberechtigten Abkömmlingen verteilt.

Sollte kein erbberechtigter Abkömmling vorhanden sein könnten auch die Eltern der Verstorbenen oder die Großeltern der Verstorbenen erben. In diesem Fall erhöht sich der Erbteil eines etwaige vorhandenen Ehegatten. Das gilt aber nur, wenn keine Abkömmlinge vorhanden sind. Sollten erbberechtigte Abkömmlinge vorhanden sein, schließen diese Eltern und Großeltern als Erben aus.

Hinzuweisen ist im Falle eines Erbes immer auf die Ausschlagungsfrist. Sollten Sie eine Ausschlagung in Betracht ziehen muss diese binnen 6 Wochen ab Kenntnis (des Todes, des verwandschaftliches Verhältnis aufgrund dessen man Erbe ist) gegenüber dem Nachlassgericht erklärt werden. Sie können dies beim Gericht direkt zur Niederschrift erklären.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben. Eine abschließende Beratung kann im Rahmen dieses Forums nicht praktiziert werden, weil diese die Kenntnis des vollständigen Sachverhalts erfordert. Hier konnte ich mich nur auf Ihre Schilderungen stützen und somit nur eine erste Einschätzung der Lage abgeben.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Im Falle der Beauftragung eines Rechtsanwalts ist zu beachten, dass weitere Kosten anfallen.

Mit freundlichen Grüßen


Christina Knur-Schmitt
- Rechtsanwältin -
MAnnheimer Str. 12
55545 BAd Kreuznach
Tel.: 0671 - 48 33 17 12
Fax.: 0671 - 40832

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