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Signed a contract with company - one week before my start date they tell me they can

23. September 2022 07:26 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Hi there,

I'm an EU Citizen living in Germany. I got an offer to work for a local startup in August. I signed a contract on the 2nd of August with a starting date of the 1st of October. The new company asked me to request a shorter notice period at my current company so I can start with them as soon as possible. My current company let me go in 2 months instead of the usual 3.

Yesterday, on the 21st of September my new People Experience Manager suddenly contacted me and told me that even though we have to contract they can't have me on board right now and she asked me if I would consider waiting another three months until January 2023 to start.

They told me that because of investing issues they are currently waiting on fundraising and I could not even start part-time because they have to have a certain amount of employment to receive money.

Now they are trying to convince me to sign a new contract with a later start date and they offered me a bonus for the delay. However, I have no guarantee that they will actually hire me after that.

We also have a signed contract starting from the 1st of October with a section stating that the termination of employment is not possible before the start date. Nevertheless, I would be on probation for six months with a two weeks notice.

Do you have any suggestions? I feel betrayed and I think they are just trying to screw me over.

During the interviews, both the hiring manager and the CEO reassured me that they are doing well financially and that they will make it through these challenging times.

Telling me this a week before my start date after I already quit my previous job is cruel and completely unprofessional.

What's my guarantee that if I wait and sign the new contract they will have me? They can again say the same in a few months. What should I do?

Thank you!

23. September 2022 | 13:04

Antwort

von


(649)
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52070 Aachen
Tel: 0241 - 53809948
Web: http://www.rechtsanwalt-andreaswehle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, diese beantworte ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt.

Auch aus meiner Sicht ist man nicht offen und fair mit Ihnen. Sie sollten hier erwägen zu Ihrem vorherigen Arbeitgeber zurückzukehren oder sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen.

In Bezug auf den von Ihnen erwähnten angebotenen Bonus, möchte ich Ihnen ein deutsches Sprichwort mitteilen – Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.


Ihre rechtlichen Möglichkeiten sind –

- darauf zu bestehen, das Beschäftigungsverhältnis, wie vereinbart ab dem 01.10. anzutreten und Anspruch auf Arbeitsentgelt zu haben.
Hier besteht die Gefahr, dass der Arbeitgeber Sie innerhalb der Probezeit mit Frist von 2 Wochen kündigt. So es sich um einen Betrieb mit regelmäßig mehr als 10 Arbeitnehmern, hat dieser eine Sozialauswahl nach dem Kündigungsschutzgesetz zu treffen und Ihre Kündigung entsprechend zu begründen.
Hier wäre ggf. noch zu prüfen, ob Sie Anspruch auf Schadensersatz haben für den einen Monat Verdienstausfall bei Ihrem alten Arbeitgeber.

- sich auf Januar vertrösten zu lassen und Gefahr gehen, dass auch diese Vereinbarung seitens des Arbeitgebers wiederum nicht eingehalten wird.
Aufgrund Ihrer Eigenkündigung wird die Arbeitsagentur den Eintritt einer 12-wöchigen Sperrzeit feststellen, in der Sie kein ALG erhalten und den erworbenen Anspruch um ¼ mindern.
Eine Garantie zur Einstellung im Januar können Sie sich nur vertraglich mit dem Arbeitgeber ausbedingen. Bitte denken Sie auch daran eine Probezeit nicht zu vereinbaren und wenn doch dann mit einer längeren Kündigungsfrist (ggf. 4 Wochen zum Monatsende, was der gesetzlichen allgemeinen Kündigungsfrist nach § 622 BGB entspricht) und verkürzt, also weniger als 6 Monate.

Soweit zur rechtlichen Seite.


Persönlich würde ich dem Arbeitgeber genau dies sagen, was Sie hier schreiben. Es ist unprofessionell Ihnen erst zu sagen, Sie sollen ASAP anfangen und nachdem Sie dies umgesetzt haben vor die Wahl zu stellen, ggf. später anzufangen und bis dahin ohne Einkommen dazustehen oder auf die Umsetzung des geschlossenen (1.) Vertrages zu bestehen.

Sollten Sie sich dazu entscheiden, das erneute Angebot anzunehmen, bedingen Sie sich in diesem Vertrag aus, diesen auch vor Arbeitsantritt Ihrerseits beenden zu können. Sollten Sie in der Zwischenzeit ein besseres Arbeitsangebot erhalten, könnten Sie sich damit aus der Verpflichtung im Januar die Arbeitsstelle anzutreten befreien.

Ich hoffe Ihre Frage beantwortet zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Andreas Wehle /Aachen



Rechtsanwalt Andreas Wehle

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