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Sichtschutzzaun ohne Zustimmung von Nachbarn?

12.06.2010 16:00 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Vor circa 35 Jahren wurden an der Grundstückgrenze zum Nachbarn als Sichtschutz
Nadelbäume und Sträucher gepflanzt, welche inzwischen eine beträchtliche Größe erreicht haben.
Meinen "neuen Nachbarn" hat nun gestört, dass auf dem Einfahrtweg vermehrt Blätter und Nadeln zu entfernen waren.
Vor etwa zwei Jahren hat er mich mündich gebeten, wenigsten alle trockenen Äste zu entfernen, was ich auch getan habe.
Nun hat er ohne erneute Rücksprache eine Firma beauftragt (wie ich von den Mitarbeitern erfahren habe),
A L L E über die Zaungrenze wachsenden Äste restlos zu entfernen, was auch äußerst gründlich ausgeführt worden ist
Die Zweige wurden bis bis zu einer Höhe von geschätzt etwa 10 Metern und bis zum Stamm (ansatz) radikal entfernt, sodass nun nur noch der Rest der Krone und die in meinen Garten wachsenden Äste übrig geblieben sind.
Ich bin nun wegen der einseitigen Bewachsung und damit eventuell verrringerten Standhaftigkeit der Bäume besorgt.
Außerdem ärgert es mich, dass nun der Sichtschutz fehlt und ich von der Maßnahme zuvor nicht in Kenntnis gesetzt worden bin.

Daher meine erste Frage:
War das diesbezügliche Verhalten meines Nachbarn korrekt?

Meine zweite Frage bezieht sich auf meinen Wunsch, nun die kahlen Stellen (wenigstens teilweise) mit einem Sichtschutz zu versehen, um mich wieder wohler fühlen zu können.
Biisher ist die Grenze zum Nachbargrundsstück durch einen etwa 1,25 m hohen Maschendrahtzaun markiert.
Darf ich diese nun mit einem etwa 1,80 m hohen Sichtschutz versehen?
Was ist dabei zu beachten ?
(das Grundstück befindet sich in Berlin )
Ich würde einen etwa 1,80m hohen Flechtzaun aus Naturmaterlien
bevorzugen. Dürfte ich diesen nach den geschilderten Vorgängen (s.o.) auch ohne Zustimmung des Nachbarn anbringen lassen?

Über eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen



Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Zunächst ist der Nachbar grundsätzlich berechtigt entsprechende überwachsende Äste zu entfernen bzw. zurückzuschneiden. Allerdings nur bis zu einer Höhe von 5 m, wobei sich, soweit vorhanden, aus einer entsprechenden Baumschutzsatzung etwas anderes ergeben kann. Eine vorherige Inkenntnissetzung ist nicht erforderlich, sollte aber zur Wahrung eines guten nachbarschaftlichen Verhältnisses erfolgen.

2. Für die Standfestigkeit sind allerdings Sie verantwortlich, so dass Sie entweder die Bäume/Sträucher auf Ihrer Seite zurückschneiden oder auch über eine fachmännische Stutzung nachdenken. Entsprechende Schäden aufgrund der Bäume wären durch die Haftpflichtversicherung abgedeckt, soweit die Standfestigkeit nicht offensichtlich beeinträchtigt war.

3. Die Landesbauordnungen sehen einen Sichtschutz/Grenzzaun bis zu einer Höhe von 1,80 m vor ohne dass es hierfür die Zustimmung des Nachbarn bedarf. Ausnahmen können sich allenfalls aus dem Bebauungsplan ergeben. Insoweit können Sie einen entsprechenden Zaun auch ohne Zustimmung des Nachbarn anbringen.

Hinsichtlich der Geltung einer Baumschutzsatzung und der Vorgaben des Bebauungsplanes sollten Sie bei der Gemeinde bzw. der Bauaufsichtsbehörde nachfragen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.06.2010 | 21:58

Sehr geehrter Herr Schröter,

vielen Dank für Ihre schnelle und hilfreiche Antwort.

In Punkt 2 schreiben Sie, dass ich trotz allem weiterhin für die Standhaftigkeit der beschnittenen Bäume verantwortlich bin,
mich aber im Schadensfall ( z.B. wenn ein Baum aufs Nachbarhaus
fallen sollte) an meine Haftpflichtversicherung wenden könnte.

Habe ich das so richtig verstanden?

Vielen Dank für Ihre Mühe



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.06.2010 | 22:35

Richtig, je nachdem auf welchem Grundstück ein Schaden anfällt ist die Haftpflichtversicherung des Geschädigten zuständig.

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